127 Hours

Der passionierte Kletterer fällt bei einer Wanderung durch den abgelegenen, aber landschaftlich reizvollen Canyonlands National Park in eine Felsspalte und klemmt sich dabei seinen Arm zwischen der Felswand und einem riesigen Stein ein, bleibt aber ansonsten größtenteils unverletzt.

Alle Versuche, seine Extremität wieder frei zu bekommen, scheitern, sodass der junge Amerikaner schließlich zum äußersten Mittel greift und sich den Arm unterhalb des Ellenbogens mit einem stumpfen Messer selbst abtrennt. Er überlebt die schmerzvolle Prozedur, erreicht halb verhungert und verdurstet nach einen 13 Kilometer langen Fußmarsch eine stärker frequentierte Wanderstrecke und wird so schließlich nach 127 Stunden gerettet.

Danny Boyle hat diesen Stoff nun auf die für ihn so typisch zeitgeistige und halbdokumentarische Art umgesetzt, wobei er Arons Träume, Halluzinationen und Erinnerungen zu einem wilden Bildermix verdichtet, was einem als Zuschauer die Figur näher bringt, ihr Leiden in der Felsspalte jedoch zugleich grausamer macht. Dem britischen Regisseur gelingt es dabei spielend, diese kammerspielartige One-Man-Show zu einem packenden, bildgewaltigen, mit cooler Musik unterlegtem und brillant erzählten Kinoerlebnis werden zu lassen. Was nicht zuletzt daran liegt, dass James Franco (»Milk«) in der Hauptrolle hier eine mehr als eindrucksvolle und an die Nieren gehende Performance abliefert.

USA 2010, 94 Min., R: Danny Boyle, D: James Franco, Amber Tamblyn, Kate Mara

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