Atemlos

Taylor Lautner darf als Nathan hier zufällig entdecken, dass er gar nicht bei seinen leiblichen Eltern lebt. Als der 18-jährige Schüler anfängt, nach seiner wahren Identität zu forschen, werden seine Familie und er zur Zielscheibe professioneller Killer. Bald ist Nathan ganz auf sich allein gestellt und kann anscheinend nur noch seiner Nachbarin und Klassenkameradin Karen (Collins) trauen. Gemeinsam versuchen sie herauszubekommen, was hinter all dem steckt.
Attestieren kann man hier eine Ansammlung nicht vorhandenen Talents vor und hinter der Kamera: Die Auf-der-Flucht-Story ist krude und in sich nie schlüssig, während Regisseur John Singleton seit »Boyz n the Hood« Anfang der Neunziger schon lange keinen ordentlichen Film mehr abgeliefert hat und dies auch mit diesem erschreckend unbeholfen und lahm inszenierten und damit seinem deutschen Titel widersprechenden Action-Thriller nicht tut. Vor der Kamera scheint Teenie-Schwarm Taylor Lautner nur über einen einzigen, leicht gequälten Gesichtsausdruck zu verfügen, während die Auftritte seiner Kollegin Lily Collins hölzern und schlecht gespielt wirken. Alles in allem eine durchweg peinliche Angelegenheit, eher gemacht für den heimischen DVD-Player als für die Kinoleinwand.

»Abduction«, USA 2011, 106 Min., R: John Singleton, D: Taylor Lautner, Lily Collins, Sigourney Weaver, Alfred Molina

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