The Future

Der droht nämlich in Gestalt einer kranken adoptierten Katze. Bis zu deren Einzug ins Apartment bleiben noch 30 Tage der Freiheit, die beide recht unterschiedlich nutzen. Während Jason beginnt, Bäume in Los Angeles für ein besseres Klima zu verkaufen, übt Sophie skurrile Tänze für youtube – und beginnt eine Affäre mit einem ihr völlig Unbekannten.
Klingt merkwürdig? Ist es auch, denn die Szenerie wird zudem von der Adoptivkatze kommentiert. Schräg auch der Gedanke, dass Jason der festen Überzeugung ist, die Zeit anhalten zu können. Leider wollen sich die einzelnen Versatzstücke nicht immer zu einem funktionierenden und nachvollziehbaren Ganzen zusammenfügen. Erneut integriert Miranda July viele überaus pointierte Gedanken und spielerische Ansätze in ihre Handlung. Doch bestach ihr Erstling noch durch einen überaus leichten Inszenierungsstil, so wirkt die Szenerie in „The Future“, der bei der vergangenen Berlinale im Wettbewerb zu sehen war, mitunter etwas bleiern. Und man darf sich die durchaus berechtigte Frage stellen: Haben die beiden Protagonisten wirklich keine anderen Sorgen? Martin Schwarz

D/USA 2011, 91 Min., R+D: Miranda July, D: Hamish Linklater

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