| Das VIP Gästeliste Anforderungsfax |
|
|
|
| Geschrieben von Jürgen Laarmann | ||||||||
|
Der Partyveranstalter bekam einen Schreck. Denn der Briefbogen einer Anwaltskanzlei schob sich durch sein Fax,
das heißt in der Regel nichts Gutes, insbesondere wenn die Kanzlei über 20 Partner, Filialen in New York, Basel und Beirut hat. Das Schreiben indes lautete: »Sehr geehrter Herr X, Ihre permanenten und andauernden Bemühungen, Herrn Jochen Müller mittels MySpace-Einladungen und Facebook-Postings zum Besuch der von Ihnen durchgeführten Tanzveranstaltungen zu bewegen, ist nunmehr auf ein gewisses Interesse gestoßen. Wir sind beauftragt, die weiteren Konditionen für einen Besuch seinerseits in Ihrem Hause zu klären. Anbei eine entsprechende Vereinbarung–wir bitten Sie dieses fristgerecht und rechtsverbindlich bis zum Donnerstag dieser Woche an uns zurückzusenden, damit einem Besuch Herrn Müllers bei Ihrer Samstagsveranstaltung nichts im Wege steht.« Die Vereinbarung zwischen ›Partyveranstalter‹ und ›Gast‹ war ein Vordruckformular, in das die einzelnen Punkte individuell eingefügt waren. Nach der kurzen Einleitung: »›Partyveranstalter‹ führt Veranstaltung am [...] durch und bucht ›Gast‹ als ›Ehrengast‹« wurden schnell die Konditionen aufgezählt: »›Partyveranstalter‹ stellt ›Gast‹ für den Veranstaltungstag ab 18 Uhr bis zum nächsten Morgen 10 Uhr einen Fahrer mit Limousine zur Verfügung. Akzeptiert werden folgende Modelle (siehe Anlage A)«. Laut Anlage A sind Cayenne oder zur S-Klasse möglich. »[...] Fahrer verpflichtet sich, den Anweisungen von ›Gast‹ bzw. ›Beauftragten des Gasts‹ strikt Folge zu leisten. Während der Veranstaltung hat der Wagen in unmittelbarer Nähe des VIP Eingangs/Ausgangs zu stehen, das für den Fall, dass ›Gast‹ den Besuch der Veranstaltung unterbrechen/abbrechen sollte, keinerlei Verzögerungen entstehen.« Auch für den Club galten strikte Vorgaben: »zwei abgetrennte Bereiche für den ›Gast‹, 1) unmittelbar neben dem Discjockey und 2) ein separater Backstage-Raum, in dem ›Veranstalter‹ ›Gast‹ zur Verfügung stellt a) einen Kühlschrank mit Inhalt: 8 Flaschen Moet & Chandon, 2 Flaschen Dom Perignon (nicht älter als 1991), zwei Flaschen Wodka, eine Kiste Bling-Mineralwasser sowie b) eine Ledercouch und drei Ledersessel, c) ein Schlafsofa, d) einen Tisch, e) 12 Handtücher.« Der separate Raum solle vollständig in weiß gestaltet sein, dem Gast ein musikalisches Veto-Recht eingeräumt werden und einiges mehr, was auf 14 weiteren Seiten geregelt wurde. Leider haben wir nie herausgefunden, wer eigentlich Jochen Müller ist.
Powered by !JoomlaComment 3.26
3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved." |
||||||||
| < Zurück | Weiter > |
|---|








Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44