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Geschrieben von Jörn Töpper
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Start: 10.01.Claude Chabrol, Altmeister und Mitbegründer der Nouvelle Vague, meldet sich mit einem neuen Film zurück. Darin gibt sich die attraktive Ludivine Sagnier („Swimming Pool“) die Ehre, und dem Titel nach ist die von ihr dargestellte 25-jährige Gabrielle keine zersägte Jungfrau, sondern schlichtweg unschlüssig.
Auf der einen Seite steht Charles (Francois Berleand), berühmter
Schriftsteller und notorischer Frauenverführer um die Sechzig, auf der
anderen Seite Paul (Benoit Magimel), der junge, attraktive und
exzentrische Millionenerbe. Beide machen Gabrielle den Hof, und aus
irgendeinem unerfindlichen Grund ist sie zwischen den ungleichen Herren
hin und her gerissen. Der Ältere mag charmant und unübersehbar das
Alter-Ego des Regisseurs sein, aber das erklärt noch lange nicht, warum
der jüngere Nebenbuhler dermaßen ausgebootet wird, dass dieser
unbändige Hassgefühle gegen den „Opa“ entwickelt. Recht schnell fühlt
man sich an unzählige Altherren-Romane und -Filme erinnert, in denen
sich alternde Professoren vor ihren zwanzigjährigen Studentinnen nicht
retten können. Das mag für Männer über Sechzig attraktiv klingen, aber
junges, interessantes und spannendes Kino, so wie es Chabrol früher
einmal zeigte, sieht anders aus.
Die zweigeteilte Frau (La fille coupée en deux), 115 Min., R: Claude
Chabrol, D: Ludivine Sagnier, Benoit Magimel, Francois Berleand,
Mathilda May
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