| Kane & Lynch 2: Dog Days |
|
|
|
| Geschrieben von Pascal Scheib | ||||||||
Das ungleiche Paar ballert wieder los
Kane & Lynch: Dead Men sollte 2007 zeigen, wie ein spannendes Action-Game heutzutage auszusehen hat. Die Story um die beiden Protagonisten, Kane und Lynch, war dabei sehr filmreif in Szene gesetzt und lieferte harte Kost für Erwachsene.
Die glaubhaft-gezeichneten Charaktere und Dialoge wussten auch zu
gefallen. Technisch wurde das Ganze allerdings schwach aufbereitet, die
Steuerung war unpräzise und der Ko-Op-Modus klappte nur offline an
einer Konsole. An diesen Punkten wollte Eidos beim zweiten Teil
ansetzen. Wir haben uns das Resultat näher angesehen.
Story:
Lynch hat sich nach der dramatischen Mission an der Seite des Söldners Kane, in Shanghai niedergelassen. Er hat eine liebende Frau an seiner Seite und sein Leben in geregelte Bahnen gesteuert – wenn auch nicht in legale Bahnen, denn er verdient sein Geld mit kleinen Gaunereien. Kane erscheint plötzlich wieder auf der Bildfläche und hofft, zusammen mit Lynch einen lukrativen Waffenschmuggel-Deal einfädeln
zu können. Doch schon als Lynch Kane in Shanghai in Empfang nimmt und ihn zu seinem Hotel bringen möchte, treten wieder einige weitreichende Komplikationen ein. Eh sie es sich versehen, haben sie unwissentlich die Tochter des Shanghaier Unterwelt-Boss‘ erschossen und von nun an dessen ungeteilte Aufmerksamkeit. Wenn halb Shanghai jagt auf sie macht, können sie sich wieder einmal nur noch gegenseitig trauen – widerwillig und notgedrungen!
Spieleindruck:
Den ersten Teil in der Haut von Kane, den zweiten als Lynch erleben. Das klingt fair – und ist auch schon eine der größten Änderungen im Vergleich zum Vorgänger. Daneben ist die augenscheinlichste Neuerung, die Kameraführung und Look des Games. Im „YouTube“-Stil soll das Spiel erzählt werden, so die Aussage der Entwickler. Eine wackelnde Kamera verfolgt das Geschehen, dazu gibt es immer wieder Interferenzen in Ton und Bild – eben um das Flair einer „Dokumentation“, wie es aus Blair Witch Project oder Cloverfield bekannt ist, authentisch umzusetzen.
Eine sehr charmante Idee, allerdings kann die schauklige Kamera einem durchaus Kopfschmerzen verschaffen. Dies hat IO Interactive bedacht und in den Optionen lässt sich zum Glück auch eine „Steady Cam“ aktivieren. Diese „schmutzige“ Präsentation kann dennoch nicht die schwache Grafik entschuldigen. Die damals schon schlechte Grafikengine wurde nur minimal verbessert – falls überhaupt. Einer der technischen Tiefpunkte ist z.B. dass die Figuren nicht Lippen bewegen, wenn sie während der Mission etwas von sich geben. Ganz schwach sind auch die langweiligen, sehr linearen Level designt. Das Spielerauge erwartet aber nicht nur grafisch kaum Abwechslung, sondern auch was das Gameplay angeht. Es wird wirklich immerzu nur geballert, ohne jegliche Abwechslung oder Auflockerungen durch Rätsel- oder Schleich-Passagen (abgesehen von einem kurzen Abschnitt, in dem man aus einem Helikopter heraus eine Büroetage mit dem MG zerlegen darf). Dafür wurde die Steuerung der Figur stark verbessert und das in Deckung gehen, Zielen und Schießen klappt diesmal sehr gut.
Zudem darf man jetzt auch zu zweit über den Online-Modus als Team losziehen, was den Spielspaß sehr steigert. Kommen wir zum Herzstück von Kane & Lynch: die düstere, gnadenlose Story. In Teil Eins war sie in ihrer Härte, Pessimismus und Brutalität etwas besonders in der Videospielewelt und Grund dafür, dass man das Spiel trotz der technischen Schnitzer durchgespielt hat. Auch der Einstieg in die Geschichte der Fortsetzung kreiert zunächst wieder eine beklemmende Atmosphäre. Söldner Kane und Hobby-Psychopath Lynch machen durch gute Dialoge – und vor allem auch guten deutschen Synchronstimmen – da weiter, wo sie vor drei Jahren aufgehört haben. Nach den ersten Missionen folgt dann aber die Ernüchterung: die Story ist um Längen uninspirierter und lustloser erzählt als die aus Teil Eins. Total durchsichtig und ohne jegliche Überraschung ballert man sich durch einen faden Plot bis zu einem faden Finale – welches zudem in knapp fünf Stunden zu erreichen ist. Sehr schwache Leistung! Immerhin weiß der Multiplayer-Part zu gefallen. Neben dem Co-Op-Modus, macht auch der Kampf gegeneinander eine Zeitlang wirklich Laune.
Pro:
+ Gutes Handling
+ Interessante Präsentation im „Dokumentar“-Stil
+ Online-Co-Op-Modus
+ Gute Synchronsprecher
+ Spannende Rahmenstory....
Contra:
- …welche aber zu uninspiriert erzählt wird und sich vorhersehbar entwickelt
- Schlechte Grafik
- Eintöniges Gameplay
- Sehr linear
- Sehr kurze Spielzeit in der Kampagne
Fazit:
Kane & Lynch 1 konnte mich damals, trotz der miese technischen Seite und zickigen Steuerung, bis zum Ende am Pad halten – ich wollte einfach wissen, wie die gnadenlos-harte Geschichte ausgeht! Beim zweiten Teil habe ich sehr schnell die Lust am Spielen verloren, trotz des besseren Handlings. Die Story nimmt einen einfach nicht mit – zumindest nicht lange, da man sie allzu schnell durchschaut hat. Das stupide, abwechslungsarme Baller-Gameplay tut zu der virtuellen Langeweile sein Übriges. Das wiegt letztlich leider schwerer als die guten Aspekte von Dog Days, wie dem Online-Ko-Op-Modus, dem „YouTube“-Look oder auch die witzigen Multiplayer-Szenarien.
Kane & Lynch 2: Dog Days (Publisher: Eidos Interactive) ist für Xbox 360 und PlayStation 3 erschienen.
Powered by !JoomlaComment 3.26
3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved." |
||||||||
| < Zurück | Weiter > |
|---|








Charity für Prominente
Wrestling?
Deine dumpfe Ausdrucksweise lässt darauf schliessen, daß Du offensichtlich zu...
Wrestling?
Dein Artikel ist scheisse
Der [030]-Tanz- in-den-Mai-Ticker
junger Mann (32) möchte es sich heute mal so richtig geben!!! Welche Frau / M...