| Ein ganz normaler Jahreswechsel |
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| Geschrieben von Jürgen Laarmann | ||||||||
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„Endlich fängt dieses Jahr für mich ganz normal an. Neues Jahr, neues Glück. Über die Zeit, die zwischen Weihnachten und dem 7. Januar liegt, möchte ich ehrlich gesagt kein Wort verlieren. Aber gut, weil ihrs seid...“ so fängt das Geständnis von Kollege R. an, dem meine Sympathie auch deswegen gilt, weil er die sinnlosen zwei Wochen zwischen Weihnachten und Neujahr genauso wenig mag wie ich und diese dieses Jahr zum totalen Durchdrehen nutzte.
„Zwei Mal Jamie Oliver, ein Mal Kerners Köche - nicht gerade der
Hi-Score unterm Gabentisch“ so R.. „Ich finde das wirklich bitter,
gerade wenn man von Freundin und Ex-Freundin das gleiche elende Jamie
Oliver Kochbuch geschenkt kriegt und von der Nixchecker-Mama noch on
top Kerners Köche, und das, obwohl man nie Ambitionen gezeigt hat,
jemals am Herd tätig zu werden. Und dann haben alle drei Parteien
natürlich erwartet, a) dass ich mich freue und b) dass ich sie auf
einmal zu was Selbstgekochtem einlade. Und das, obwohl ich mehrfach
mitgeteilt habe, dass ich eigentlich zu blöd bin, ein Rührei
zusammenzuschlagen.“ Andere würden über so was jovial hinwegsehen, R. dagegen machte ein Drama draus. „Ich fühlte mich unter Druck gesetzt. Dann bin ich ausgetickt. Von unterm Tannenbaum raus in die Disco. Das Jahr 2007 angemessen verabschieden. Als erstes habe ich die große Runde gemacht und ein Touriteenie abgeschleppt, so eine Art norwegische Amy Winehouse mit noch beschissenerer Frisur, die dafür nicht singen kann, aber ganz erstaunliche Qualitäten in Sachen Vodkavernichten hatte und dabei einen offenbar einheimischen Brauch zelebrierte, sich im Vollrausch einfach selber an der Bar zu bedienen, weil ihr der Barkeeper nicht schnell genug war, was ich aber zuerst nicht gecheckt habe. Und so freute ich mich, als sie mit der vollen 1 l Bottle dastand und mir immer nachschenkte. Nicht mehr so gefreut habe ich mich, als der Barkeeper dann einen Riesenaufstand machte und ich für die blöde Flasche stolze 70 Euro abdrücken sollte, worauf die norwegische Amy selbige eindrucksvoll an die Wand schleuderte und ich mich, selber schon stark torkelnd, für meine asoziale Freundin rechtfertigen sollte. In meiner Not bezahlte ich den Preis, was auf Amy nicht besonders attraktiv wirkte... „You sucker, you kaputt, Berlin very good. I go partyparty“ verabschiedete sich die Kleine, während ich eine Art Reueanfall bekam, eine Gemütsregung, zu der man auch nicht zu betrunken sein sollte. Ich also zurück ins Jamie-Oliver-Land, wo man mich bis Jahresende keines Blickes mehr würdigte, nicht mal meine faule Ausrede, ich würde zu Silvester mal selber was aus dem „tollen Kochbuch“ kochen, half weiter und wurde mit einem „ich werde das Ding umtauschen und kauf dir lieber eine Fibel zum Thema ‚Gefahren des Alkoholismus’“ entgegnet und mit „ins neue Jahr feier’ ich auch lieber mit Freundinnen“ getoppt. Aber so bin ich wenigstens um den Kochscheiß herumgekommen, auch wenn’s hierfür sicherlich eine elegantere Lösung gegeben hätte. Am 2. Januar gab’s dann übrigens große Versöhnungsfeier, als meine liebe Freundin genauso desolat wie ich nach Weihnachten nach Hause getorkelt kam. Wir waren quitt. Alles kann von vorne anfangen...
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Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
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Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
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Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44