| Rügen rügen |
|
|
|
| Geschrieben von Jürgen Laarmann | ||||||||
|
Ich liebe Rügen. Diese Ansicht teile ich sicher mit einer großen Mehrheit der von Maritimem nicht gerade verwöhnten Berliner.
Wir haben ja nüscht anderes, und an der Ostsee ist’s bei Binz am schönsten. Rügen ist auch der Berliner Top-Place für zwischenmenschliche Escapes und Hide-outs, vor- und außerehelicher Romantik, Fickibumsi in würdigem Rahmen, oft mit Wellness-Ambiente—wahlweise Vorwand oder Tarnung. Und so war mein westdeutscher Freund P. ganz begeistert, als ihn seine neue Berliner Freundin zu ihrem Geburtstag auf ein Rügen-Wochenende einlud in ein neueröffnetes 5-Sterne Hotel direkt am Meer. Im Winter war die Insel leer, das Hotel war höchstens zu zehn Prozent belegt und hatte ein Winterspecial-Angebot. Mein westdeutscher Freund dachte sich in seinem westdeutschen Köpfchen, dass man sich da besonders für ihn und seine Liebe anstrengen würde, damit er vielleicht so begeistert ist, dass er im Sommer als Vollzahler wiederkäme. Geringschätzigen Blickes wurde er an der Rezeption mit dem ganzen Charme Ostdeutschlands überrascht und das Paar mit »so so, Windaschpäschl, hamwa notiert und jebucht« begrüßt. Umso überraschter war er, dass er und sein Schatz lediglich ein ganz kleines Zimmer am Ende des Gangs neben der Abstellkammer zugewiesen bekamen, was umso deprimierender war, als dass er beim Kofferselbertragen einen Blick in eins der tollen anderen Zimmer erhaschen konnte. Das Winterspecial-Zimmer war so klein, dass es eigentlich nur aus dem King Size Bett bestand und dass sich der Schrank nur mit größter Mühe öffnen ließ, weil er an die Kingsize-Bettkante stieß. Da half auch die kleine Aufmerksamkeit in Form einer Karte am Frühstückstisch wenig, in der zu lesen war: »Wir freuen uns, dass Sie Ihren Geburtstag hier verbringen.« Als P. seinen Wagen in die Hotel-Tiefgarage stellen wollte, wurde ihm beschieden, dass dies einen Aufpreis von 20 Euro pro Tag bedeuten würde, immerhin die Preiskategorie führender Parkhäuser an den Verkehrsknotenpunkten der Welt. »Und ganz schön viel für ’ne leere Insel«, wie der Kollege bemerkte und seinen Wagen in einem nahegelegenen Wohngebiet parkte. Kurz vor Mitternacht in der Geburtstagsnacht wollte er seine Liebe überraschen und eine Flasche Schampus romantisch am Bootssteg öffnen. Als er an der Rezeption nach zwei Sektgläsern fragte, führte das zu vollkommener Verdutztheit des Personals führte, das erst mal »Wozu?« stammelte.Immerhin war der Wellnessbereich klasse und das Frühstück lecker, an anderer Stelle müsse halt noch geübt werden, war noch das netteste seiner abschließenden Bewertung.
Powered by !JoomlaComment 3.26
3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved." |
||||||||
| < Zurück | Weiter > |
|---|








Charity für Prominente
Wrestling?
Deine dumpfe Ausdrucksweise lässt darauf schliessen, daß Du offensichtlich zu...
Wrestling?
Dein Artikel ist scheisse
Der [030]-Tanz- in-den-Mai-Ticker
junger Mann (32) möchte es sich heute mal so richtig geben!!! Welche Frau / M...