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Geschrieben von Martin Schwarz
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Tragikomödie – Start am 27.10.Im zweiten Film der betörenden US-amerikanischen Allround-Künstlerin Miranda July nach dem genialen „Ich und du und alle, die wir kennen“ spielt July erneut selbst die Hauptrolle. Sophie fürchtet sich mit 30 gemeinsam mit ihrem Freund Jason (Hamish Linklater) vor dem Ernst des Lebens.
Der droht nämlich in Gestalt einer kranken adoptierten Katze. Bis zu
deren Einzug ins Apartment bleiben noch 30 Tage der Freiheit, die beide
recht unterschiedlich nutzen. Während Jason beginnt, Bäume in Los
Angeles für ein besseres Klima zu verkaufen, übt Sophie skurrile Tänze
für youtube – und beginnt eine Affäre mit einem ihr völlig Unbekannten.
Klingt merkwürdig? Ist es auch, denn die Szenerie wird zudem von der
Adoptivkatze kommentiert. Schräg auch der Gedanke, dass Jason der festen
Überzeugung ist, die Zeit anhalten zu können. Leider wollen sich die
einzelnen Versatzstücke nicht immer zu einem funktionierenden und
nachvollziehbaren Ganzen zusammenfügen. Erneut integriert Miranda July
viele überaus pointierte Gedanken und spielerische Ansätze in ihre
Handlung. Doch bestach ihr Erstling noch durch einen überaus leichten
Inszenierungsstil, so wirkt die Szenerie in „The Future“, der bei der
vergangenen Berlinale im Wettbewerb zu sehen war, mitunter etwas
bleiern. Und man darf sich die durchaus berechtigte Frage stellen: Haben
die beiden Protagonisten wirklich keine anderen Sorgen? Martin Schwarz
D/USA 2011, 91 Min., R+D: Miranda July, D: Hamish Linklater
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