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Geschrieben von Martin Schwarz
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Höllentrip – Start am 08.12.Den klangvollen Namen Álex de la Iglesia kennen Freunde deftiger Genrekost durch Filme wie »Aktion Mutante«. Seinen furiosen Bildern bleibt der Spanier in seinem neuen Werk treu. Doch erstmals setzt er sich mit der düsteren Vergangenheit seiner Heimat unter Franco auseinander.
Die Geschichte beginnt 1937 im Spanischen Bürgerkrieg, als Francos
Schergen die demokratisch gewählte Regierung angreifen. Mitten aus einer
Vorführung heraus wird ein Clown von den Regierungstruppen
zwangsrekrutiert und richtet unter den Franco-Aufständlern ein Massaker
an. Im Jahr 1973 – das Land ist betäubt durch Francos Regime – versucht
sich Javier, der Sohn des Clowns, im Metier seines Vaters und heuert bei
einer Zirkustruppe an. Zu Javiers größtem Widersacher entwickelt sich
Sergio, der andere Clown. Der behandelt seine Geliebte, die schöne
Natalia, wie Dreck. Natürlich verliebt sich Javier in Natalia, und
natürlich kommt es zum Kampf auf Leben und Tod.
Álex de la Iglesia gelingt das Kunststück, seinen Film mit allegorischen
Bildern extrem aufzuladen, ohne den Zuschauer zu überfordern.
Stattdessen breitet er eine gewalttätige Szenerie aus, die immer mehr
ins Surreale abdriftet und in einen unfassbaren Showdown mündet. Und
stets schwingen Bitternis und Ironie mit. Álex de la Iglesia berichtet
von dem Kind in sich, das ihn zwingt, solche Filme zu drehen: »Es muss
sich amüsieren, schallend lachen, es muss über das Zelluloid des Films
kotzen.«
»Balada triste de trompeta«, Spanien 2011, 108 Min., R: Álex de la Iglesia, D: Carlos Areces, Antonio de la Torre, Carolina Bang
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