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Die Summe meiner einzelnen Teile |
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Geschrieben von Martin Schwarz
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Drama – Start am 02.02.Im Mittelpunkt des neuen Films von Hans Weingartner (»Die fetten Jahre sind vorbei«) steht Martin Blundt (eindringlich: Peter Schneider). Der ist ein brillanter Mathematiker, hat aber offenbar nie wirklich gelernt, mit dem Leben klarzukommen.
Nach der Entlassung aus der Psychiatrie fängt der junge Mann wieder an
zu saufen, landet auf den Straßen Berlins und lernt dort einen kleinen
Jungen kennen. Der heißt Viktor (Timur Massold), kommt aus der Ukraine,
spricht kein Wort Deutsch und schlägt sich mit dem Sammeln von
Pfandflaschen durch. Die beiden tun sich zusammen und beschließen, sich
im brandenburgischen Wald ein Domizil einzurichten und abseits der ihnen
feindlich gegenüberstehenden Gesellschaft zu leben. Doch dann lernt
Martin die attraktive Lena (Henrike von Kuick) kennen. Und er muss
feststellen, dass das mit dem Abkapseln auf Dauer nicht gut gehen kann.
In
seinem bewusst bedächtig inszenierten Film mit viel Handkamera
konzentriert sich Hans Weingartner von Beginn an und recht schnörkellos
auf seine gebeutelte Hauptfigur. Mit ihr zusammen entwickelt er einen
regelrechten Sog, der einen ins Geschehen hineinzieht und mit Martin und
Viktor bangen lässt. Auf einer weiteren Ebene reflektiert der
Filmemacher zudem über Schein und Sein. So entpuppt sich der intensive
Film erst auf den zweiten Blick als sehr vielschichtig.
Deutschland 2011, 120 Min., R: Hans Weingartner, D: Peter Schneider, Timur Massold, Henrike von Kuick
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