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Geschrieben von Dirk Lüneberg
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Actionthriller – Start am 23.02.Wo ist Tony Scott abgeblieben? Eigentlich war es in den vergangenen Jahren seine Aufgabe, Denzel Washington als über sich hinauswachsenden Action-Helden in Streifen wie »Unstoppable« oder »Déjà Vu« zu inszenieren.
Doch der muss wohl verhindert gewesen sein, sodass Newcomer Daniel Espinosa eingesprungen ist. Und der schwedische Filmemacher leistet hervorragende Arbeit, indem er einen physisch herausfordernden, knallharten Actioner inszeniert hat, der seinen beiden Hauptdarstellern bis zur letzten Einstellung konditionell so einiges abverlangt.
Unter der Sonne Südafrikas hütet Matt Weston (Ryan Reynolds) in Kapstadt bereits seit zwölf Monaten ein Safe House der CIA. Ein öder Job, der Weston immer wieder bei seinen Vorgesetzten um seine Versetzung betteln läst. Vorbei mit der Langeweile ist es, als der Ex-CIA-Agent Tobin Frost (Denzel Washington) im Safe House eincheckt. Frost hatte sich vom CIA losgesagt und in den zurückliegenden Jahren allerlei brisante Informationen an denjenigen verkauft, der den höchsten Preis aufrief. Umso überraschender seine Rückkehr in die Arme der CIA, die auch die Führungsetage in den USA rätseln lässt. Also wird ein Spezialteam losgeschickt, das Frost in Westons Safe House verhören soll. Doch dazu kommt es nicht, denn ein Trupp Schwerbewaffneter greift die vermeintlich so sichere Unterkunft an. Lediglich Frost und Weston gelingt die Flucht, sodass das Leben eines Profi-Agenten nun in den Händen des noch unerfahrenen CIA-Neulings liegt.
Wenig zimperlich und in körnigen Bildern inszeniert Daniel Espinosa die actionreiche und atemlos fotografierte Hetzjagd der beiden ungleichen Agenten durch eine quirlige Stadt. Für ein gehöriges Maß an Spannung wird dabei ebenso gesorgt wie für unzählige, zumeist ziemlich brutal hingerichtete Opfer, die am Wegesrand der beiden zurückbleiben. Einer der empfehlenswertesten Action-Thriller seit langem , der einen auch als Zuschauer mitnimmt und zudem immer wieder für eine überraschende Wendung gut ist. Eine rundum gelungene Mischung, die einen Tony Scott schneller vergessen lässt als man Ridley sagen kann.
USA 2012, 115 Min., R: Daniel Espinosa, D: Denzel Washington, Ryan Reynolds, Brendan Gleeson, Vera Farmiga, Sam Shepard
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