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Geschrieben von Friedhelm Teicke
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Musikdoku – Start am 17.05.Die Kamera fliegt über Hügel im Hinterland Jamaikas. In dieser immergrünen Landschaft, in einem Kaff namens Nine Miles, wird 1945 Bob Marley geboren, als Ergebnis der kurzen Beziehung seiner 16-jährigen Mutter mit einem 44 Jahre älteren weißen Jamaikaner, der sich schon bald verpisst.
Die spätere Reggae-Ikone empfindet sich als Außenseiter, weder von der
schwarzen, noch von der weißen Community akzeptiert. Auch die
Erfahrungen im Slum von Trenchtown und später als Hilfsarbeiter in den
USA lassen ihn seine Themen Rasse, Religion und Politik finden.
Kevin MacDonalds Dokumentarfilm folgt chronologisch den Lebensstationen
des einzigen Superstars der Weltmusik, flankiert von Interviews mit
Weggefährten Marleys – von seiner ersten Lehrerin über Jugendfreund
Bunny Wailer bis hin zu seinen Frauen Rita Marley und Cindy Breakspeare.
Als erster Filmemacher erhielt er dafür Zugang zum Familienarchiv der
Marleys. Nur gibt es kaum Dokumaterial aus den ersten Jahrzehnten
Marleys, und viele Aufnahmen kennt der Fan aus Jeremy Marras Doku „Rebel
Music“ von 2001. Ungesehen und sehr berührend sind jedoch die Aufnahmen
aus der Klinik am Tegernsee, in der der an Krebs Erkrankte seine
letzten Wochen verbrachte. MacDonalds Film nähert sich sehr respektvoll
seinem Gegenstand, auch Schattenseiten werden beleuchtet. MacDonalds
sehenswerter Film zeigt, wie Marley aus Rasta-Religion, politischem
Bewusstsein und Afrikaverklärung eine Musik schuf, die ihn zu einem
globalen Idol werden ließ.
Jamaika/Großbritannien 2012, 144 Min., R: Kevin MacDonald
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