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Geschrieben von Markus Raska
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Melodram – Start am 28.06.Wayne Wang („Töchter des Himmels“, „Smoke“), chinesisch-amerikanischer Regieveteran mit Faible für Frauengeschichten, hat in seinem neusten Werk den im 19. Jahrhundert angesiedelten Bestseller „Der Seidenfächer“ von Lisa See adaptiert und ihm eine Gegenwartsebene hinzugefügt.
Der Film beginnt im modernen Shanghai, als Sophia (Gianna Jung) auf dem Weg zu ihrer Freundin Nina (Li Bingbing) einen schweren Fahrradunfall hat und ins Koma fällt. Nina, Typ moderne Geschäftsfrau, eilt ans Krankenbett der Freundin und entdeckt dort ein ihr unbekanntes Manuskript. Es erzählt die Geschichte von Schneeblume und Lily, die als alte Seelen, als Laotong, ein Leben lang verbunden sind, da sie unter dem gleichen Zeichen geboren wurden und die Verstümmelung ihre Füße zu am selben Tag begann.
Die beiden Geschichten gehen der Selbstbestimmtheit der Frau in der Gesellschaft nach. Die Suche nach Liebe, Hoffnung und ewiger Freundschaft treibt die vier Frauenfiguren im Gestern und Heute an. Während besonders die Lilienfußszenen als grausames Zeichen der Unterdrückung in Erinnerung bleiben und die Geschichte im Kaiserreich nicht nur durch die prächtigen Bilder überzeugt, fällt die Gegenwartsebene deutlich ab. Zudem kommen die Zeitsprünge oft zu unvermittelt über den Zuschauer. Hätten sich Wang und seine Drehbuchautoren doch nur auf die Vergangenheit konzentriert.
Markus Raska
„Snow Flower and the Secret Fan“, China 2011, 120 Min., R: Wayne Wang, D: Gianna Jun, Bingbing Li, Russell Wong, Hugh Jackman
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