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Geschrieben von Dirk Lüneberg
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Liebesdrama – Start am 21.06.Nach ihrem wenig beachteten Regiedebüt »Filth and Wisdom« hat es Madonna drei Jahre später erneut hinter die Kamera gezogen. Und diesmal hat die Popqueen in filmischer Form etwas ähnlich ungezwungen Oberflächliches komponiert, wie sie es auch als Songschreiberin tut:
Es gibt elegante Bildpanoramen vom deutschen »Das Leben der Anderen«-Kameramann Hagen Bogdanski sowie eine geschickt verschachtelt erzählte, hochemotionale, letztlich aber einfach gestrickte Story. Und natürlich darf auch eine gepflegte Portion Kitsch nicht fehlen.
In diesem Madonna-Song für die große Leinwand treffen wir auf zwei Frauen, deren Geschichten rund um ihr tragisches (Liebes-)Leben miteinander verwoben werden. Auf der einen Seite geht es um die historische Figur der Wallis Simpson, gespielt von Andrea Riseborough, die sich den angehenden König Edward VIII. angelt, was diesen 1936 sogar zum Machtverzicht veranlasst – wer »The King’s Speech« gesehen hat, kennt die Geschichte. Im Jahr 1998 ist dagegen die Story von Wally Winthrop (Abbie Cornish) angesiedelt, die zwar unter der Ehe mit ihrem gewalttätigen Mann leidet, aber keinen Ausweg daraus zu finden scheint. Stattdessen flüchtet sie sich in die Ausstellung, die aus den zur Versteigerung stehenden Besitztümern von Wallis Simpson und Edward VIII. besteht. Mithilfe der Exponate träumt sich Wally hinein in die Welt der Wallis Simpson, die sie bald als ihre Seelenverwandte sieht.
Dass Wallis Simpson (und auch ihr königlicher Ehemann) eine gewisse Faszination für Hitler entwickelten, wird bei Madonna als irregeleitete Schwärmerei abgetan, was aber wohl ganz so einfach nicht war. Dies fügt sich recht gut in den allgemeinen Eindruck, den dieses ebenso märchenhafte wie erotische Porträt zweier starker Frauen beim Zuschauer hinterlässt: Es gibt attraktive und überzeugend agierende Schauspieler vor luxuriöser Kulisse in exzellent fotografierten Bildern zu sehen, doch vor allem Wallys Geschichte bleibt leider auch reichlich banal. Viel Oberflächlichkeit und wenig Substanz also, trotzdem kann man sich recht gut in dieses Liebesdrama hineinfallen und unkompliziert unterhalten lassen. Es ist halt ein bisschen so wie mit Madonnas Songs.
GB 2011, 119 Min., R: Madonna, D: Andrea Riseborough, Abbie Cornish, James D’Arcy, Oscar Isaac
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