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Geschrieben von Dirk Lüneberg
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Cultureclash-Komödie – Start am 05.07.Mit ihrem Regiedebüt »2 Tage Paris« konnte Julie Delpy vor fünf Jahren
eine charmante Cultureclash-Komödie abliefern. Für die verspätete
Fortsetzung wurde das Rezept leicht abgewandelt, und so ist es diesmal
nicht der amerikanische Boyfriend, der mit dem allzu freizügigen savoir
vivre der Franzosen seine Probleme hat, sondern die französische
Familie,
die ihr ausgewandertes Mitglied in New York besucht und dort
auf amerikanischen Pragmatismus in Reinkultur trifft.
Die Französin Marion (Julie Delpy) lebt mittlerweile mit ihrem dreijährigen Sohn im Big Apple, ist aber nicht mehr mit ihrem damaligen Freund zusammen. Der neue Mann an Marions Seite heißt Mingus (Chris Rock) und steuert zu der Patchworkfamilie noch eine siebenjährige Tochter bei. Und nun soll Mingus Marions Familie präsentiert werden, die dazu aus Paris anreist.
Im Flugzeug saßen dabei neben dem kauzigen Vater Jeannot (auch im richtigen Leben Julie Delpys Daddy: Albert Delpy) noch Marions neurotische Schwester Rose (Alexia Landeau) sowie deren penetrant aufdringlicher Freund Manu (Alex Nahon), der auch einmal mit Marion zusammen war.
Die kommenden 48 Stunden wird die französische Sippschaft in Marions und Mingus’ kleiner Zweizimmerwohnung verbringen. Dass dieses Zusammentreffen von französischen und amerikanischen Befindlichkeiten auf engstem Raum zu Missverständnissen führt, dürfte klar sein. Zumal auch noch die Eröffnung der ersten Ausstellung von Marions Fotografien kurz bevorsteht und die Künstlerin entsprechend nervös ist.
Wie der Vorgängerfilm kann auch die Fortsetzung, die so richtig keine sein möchte, in erster Linie mit ihrem Charme punkten. Ansonsten schleicht sich der Verdacht ein, dass vor allem die Macher Spaß bei der Arbeit hatten, die Gags aber nie so richtig beim Kinopublikum zünden wollen.
Eine fluffige, munter vor sich hin plätschernde und leider auch ein wenig konstruiert wirkende Cultureclash-Komödie, in der größtenteils gängige Klischees aufgekocht werden und bei der das herzhafte Lachen ausbleibt— aber auch die große Langeweile.
»2 Days in New York«, Frankreich/Deutschland 2012, 96 Min., R: Julie Delpy, D: Julie Delpy, Chris Rock, Albert Delpy, Alexia Landeau
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