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Geschrieben von Martin Schwarz
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Liebe machen – Start am 12.07.
Auch wenn die Eltern nur ihr Bestes wollen, eines können sie Lars,
Philip und Jozef nicht bieten: Sex. Denn Lars sitzt ebenso im Rollstuhl
wie Philip, der sogar vom Hals ab gelähmt ist, und Jozef ist blind.
Also schmieden die drei Freunde einen verwegenen Plan: einen Ausflug von Flamen nach Spanien in ein Bordell, das sich auf behinderte Menschen spezialisiert hat. Den Eltern wird dieses Detail der Reise natürlich vorenthalten. So starten die Drei ihren Trip, als Betreuerin agiert die stämmige Claude. Diese Reise wird für alle Beteiligten unvergesslich bleiben – im Guten wie im Schlechten.
Klingt ein wenig so, als würde jemand auf der Erfolgswelle von »Ziemlich beste Freunde« reiten: Marke »Feelgood-Movie mit Behinderten«. Doch so einfach macht es uns Regisseur Geoffrey Enthoven nicht, denn er verpasst seinen Protagonisten unangenehme Macken und schlägt überraschende Schlenker in seiner Geschichte. So entpuppt sich Philip als veritables Arschloch, das erst noch seine Läuterung erfahren muss. Und das mit dem Sex ist auch nicht so einfach wie gedacht.
Zudem reichert Enthoven seinen spritzig inszenierten und mit vielen lebensnahen Figuren angereicherten Film mit Witzen und Sprüchen an, wie sie so nur Behinderte über ihresgleichen machen können. Dennoch stellt er seine Figuren niemals bloß und gestattet uns, mit ihnen zu leiden und zu lachen.
Belgien 2011, 115 Min., Regie: Geoffrey Enthoven, Darsteller: Robrecht Vanden Thoren, Gilles de Schryver, Tom Audenaert
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