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Geschrieben von Dirk Lüneberg
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SciFi-Horror – Start am 09.08.Wenn man den 75. Geburtstag vor Augen hat, darf man in aller Ruhe auf
sein Lebenswerk zurückblicken, um dann vielleicht hier oder dort an
große Erfolge noch einmal anzuknüpfen.
Regie-Altmeister Ridley Scott hat dies getan und ist bei dem SciFi-Klassiker »Alien«, der ihn vor 33 Jahren berühmt machte, hängen geblieben. Und das Ergebnis ist – glücklicherweise – kein weiteres Sequel zur existierenden »Alien«-Quadrologie, sondern eine Rückkehr zu den Ursprüngen des ersten Teils, genauer gesprochen zu dem, was davor geschah.
Wir befinden uns an Bord des Raumschiffs Prometheus, in dem ein Team von Wissen-schaftern zu weit entfern-ten Welten unterwegs ist. Angetrieben werden sie von der Idee, die Ursprünge allen Lebens auf der Erde zu erkunden. Doch was sie auf dem Planeten, der das Ziel ihrer langen Reise darstellt, nach und nach erleben müssen, lässt die gesamte Crew erschaudern.
Seit mehr als 30 Jahren hat Ridley Scott sich dem Science-Fiction-Genre, dem er selbst mit »Alien« und »Blade Runner« seinen Stempel aufgedrückt hat, entsagt, um nun einen Film zu drehen, der gleichfalls das Zeug zum Klassiker hat. Der Regie-Routinier legt dabei nicht sonderlich viel Wert auf Action und lässt auch die 3D-Effekte größtenteils links liegen, er will uns vielmehr auf angenehm altmodische Art und Weise eine packende Geschichte erzählen, welche die Hybris der Menschheit zum Thema hat. Und dies gelingt ihm trotz einiger Plotschwächen aufgrund der interessanten Figuren ganz hervorragend, wobei Michael Fassbender als eine Art HAL in Menschengestalt sicherlich die schillerndste Rolle ergattern konnte (und diese natürlich perfekt ausfüllt).
Wie man es aus »Alien« kennt, arbeitet der britische Regisseur mit wohldosierten Schockmomenten und erschafft auf dem fremden Planeten eine in sich geschlossene, das »Alien«-Universum zitierende Welt voller Mythen und Rätsel. So wird einem dieses Werk nicht zuletzt aufgrund seiner ikonischen Bildgewalt noch eine Weile im Gedächtnis bleiben.
Und freuen darf man sich schon jetzt auf die angedeutete Fortsetzung und darüber hinaus vielleicht auf eine wie auch immer geartete Weiterverarbeitung des »Blade Runner«-Stoffs.
USA 2012, 124 Min., R: Ridley Scott, D: Noomi Rapace, Charlize Theron, Michael Fassbender, Guy Pearce
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