| »Sich scheiße benehmen« |
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| Geschrieben von Marcello/Satire | ||||||||
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Der Mief von ranzigem Benehmen zieht durch die Stadt. Stinken so
Easy-Jet-Kinder, die sich nur mit Ein-Euro-Bier beim Späti waschen?
Billigtouristen rotzen und kotzen auf Spanisch und Englisch »I love
Berlin«.
Aus Rache benehmen sich Berliner in Malle daneben: Zeigen Spaniern ihre bleichen Ärsche, pinkeln in Sangria-Eimer und nuckeln die Plörre aus poppigen XL-Halmen. Wer keinen Urlaub macht, benimmt sich hier daneben: Zum Beispiel zupfen Prenzl-Mütter sich die Haare im Café aus den Nippeln. »Sich-scheiße-benehmen« ist also kein Vorrecht der Touris— das tun auch Einwohner, beispielsweise ein Netzwerk von Veranstaltern aus der Zehlendorfer Pampa. Ihre Masche: Sie garnieren Mainstream mit Underground-DJs. Die Überschwemmung mit ihren Outdoor-Partys im verregneten Sommer war auffällig: Die Masse macht's, wenn die Proll-Kombi von »Public Viewing + Open Air« ins Wasser fällt. Kosten? Kein Problem: Den Künstlern bot man Getränkebons statt Geld. Dreist kommt weiter? Pustekuchen: Herr Harakiri beging Selbstmord bei Facebook. Ausgerechnet als Social Media Berater. Und Ahoi—der Licht Park kündigte ihm die Location. Ein DJ packte aus: Harakiri »hatte schon mal ohne Zustimmung meinen Namen auf 'nen Flyer gedruckt... bei der Veranstaltung wurde mir gesagt, dass es keine Gage gibt... ich hab trotzdem gespielt, weil mein Name drauf stand.« Ein Fiasko: Die Typen waren plötzlich verschwunden und die Securitys wollten mich rausschmeißen, weil sie auch nicht bezahlt wurden. Als die Harakiri-Bande wieder anfragte, forderte ich Gage. Darauf er: »Deine Mutter leckt gerade meinen Anus.« Ist das der neue Stil im Bereich »erneuerbarer Social Media Promotion« für jemanden, der sich angeblich für Kunst, Kontakte, Musik und Erfolg interessiert? Riesen Anspruch und nix dahinter. Primitivität ist ein Problem von Kellerkindern. Man erkennt sie an schlechten Manieren am Geschäfts- oder Esstisch — im Bruchteil einer Sekunde! Selbst im Lion’s Club. Da hilft auch keine Rolex-Uhr. Zu Marcellos Szenenews geht es hier.
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