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Geschrieben von Dirk Lüneberg
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Stasidrama – Start am 13.09.Sie sind die besten Freunde und sie haben ein Ziel: Sie wollen als
Matrosen der Handelsmarine der DDR über die Weltmeere schippern und
eventuell auch einmal an einem Hafen auf Nimmerwiedersehen aussteigen.
Doch bis jetzt haben es Cornelis (Alexander Fehling) und Andreas (August Diehl) als Hafenarbeiter nur bis an die Docks geschafft.
Nachdem dies einige Jahre später trotz eifriger Bemühungen immer noch der Fall ist, überredet Andreas seinen Kumpel zur Zusammenarbeit mit der Stasi. Sie sollen ihren gemeinsamen Freund und Vorarbeiter Matze (Roland Zehrfeld) ausspionieren, der verdächtigt wird, Fluchtpläne zu schmieden. Um endlich Matrosen werden zu können, lassen sich die beiden auf den dreckigen Deal ein und Cornelis besucht ihren Vorarbeiter mit einem Aufnahmegerät versehen in dessen Wohnung. Der plaudert auch freimütig alles bis ins Detail aus, sodass sich Andreas bereits die Hände reibt. Doch Cornelis ist der Preis zu hoch und er vernichtet sehr zum Ärger seines Freundes das Tonband. Als Matze am nächsten Tag trotzdem verhaftet wird, weiß Cornelis, wem ihr gemeinsamer Arbeitskollege das Auffliegen seiner Fluchtpläne zu verdanken hat.
Dies ist erst der Anfang einer breit angelegten und sich von Anfang der 1980er über fast eine Dekade hinziehenden, hochdramatischen Geschichte um Freundschaft, Verrat, große Träume und herbe Enttäuschungen. Ein durchweg spannender, kraftvoll umgesetzter und in tolle Kinobilder gegossener Stoff, bei dem es kein Wunder ist, dass solch ein hochkarätiges Schauspielerensemble dafür verpflichtet werden konnte.
Zwar scheint ab und zu durch, dass Regisseur Toke Constantin Hebbeln hier sein Spielfilmdebüt gibt und es ihm etwas schwer fällt, die vielen Verästelungen der recht komplexen Story mit ihren zahlreichen Figuren exakt auszutarieren. So büßt sein Werk vor allem gegen Ende etwas an Dynamik ein, muss sich aber trotzdem nicht hinter dem ähnlich gelagerten »Das Leben der Anderen« verstecken. Deutsche Filme von solch eindringlichem und mitreißendem Format, besetzt mit solch grandios aufspielenden Darstellern - davon darf es gerne mehr geben.
Deutschland 2012, 116 Min., R: Toke Constantin Hebbeln, D: August Diehl, Alexander Fehling, Roland Zehrfeld, Sylvester Groth
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