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[030] Party 2012: Interview mit SchmitzKatze |
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Geschrieben von Friedrich Reip
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»Wir wollen doch feiern«
Auch der Berliner Geheimtipp SchmitzKatze legt bei der [030]-Geburtagsparty auf. Wir haben bei der DJ-Newcommerin nachgefragt:
Deine Sets gelten als ausgesprochen vielfältig – hast du dir für unsere Geburtstagsparty etwas Besonderes überlegt?Grob gesagt tobe ich mich am DJ-Pult gerne mit einer Mischung aus Techno, Elektro und Dirty Bass aus – ich liebe einen energiegeladenen und facettenreichen Sound. Aber für mich ist im Prinzip kein Gig gleich, sondern eine aufregende Mission für sich. Daher bin ich sehr gespannt, wie und auf was die Leute reagieren und werde mir entsprechend meinen Weg bahnen. Die Richtung bleibt allerdings vorwärts, mit Schongang hab ich nicht viel im Sinn. Wir wollen doch feiern!
Wie holst du Fans von Westbam oder Moguai auf die Tanzfläche?Selbst wenn unsere elektronischen Styles unterschiedlich sind, heißt das für mich nicht, dass man mit dem Publikum deswegen keinen gemeinsamen Nenner finden kann. Ich bin eigentlich sehr zuversichtlich, auch den einen oder anderen Fan von Westbam und Moguai für mich gewinnen zu können.
Du lebst erst seit ein paar Jahren in Berlin – was gefällt dir am Nachtleben?Berlin ist für mich faszinierend in seinem Charme, seiner Ungezwungenheit, seiner wilden Schönheit mit all ihren Ecken und Kanten, seinen verschiedenen Kiezen, Szenen und Strömungen. Der Reiz liegt auch darin, dass nicht alles von vorn bis hinten durch reglementiert ist. Obendrein findet hier so manche Party statt, bei der es sich für die Veranstalter weniger ums Geld dreht, sondern darum, auf eigene Faust etwas auf die Beine zu stellen.
Wir werden 18 – wie hast du deine Volljährigkeit damals gefeiert? Wie es sich gehört, um die neue Freiheit gebührend zu zelebrieren, natürlich mit Vollgas und ohne Rücksicht auf Verluste. Die Eltern wurden evakuiert, der Ausnahmezustand ausgerufen und das Haus mit einer Horde an Freunden hemmungslos in Beschlag genommen. Der feucht-fröhliche Klassiker sozusagen.
In 18 Jahren feiern wir unser 36-Jähriges – denkst du, du bist dann noch als DJ am Start?Ich hab wirklich keine Vorstellung, was in 18 Jahren sein wird, dazu lebe ich zu sehr in der Gegenwart. Im Hier und Jetzt ist Aufhören auf jeden Fall überhaupt kein Thema, dazu macht mir das Auflegen einfach zu viel Spaß. Freiwillig würde ich darauf nie verzichten wollen und Katzen sind ja für ihre Dickköpfigkeit bekannt. Ich bezweifle sowieso, dass das Jucken in den Fingern in absehbarer Zeit aufhören wird. Also, wir sehen uns dann 2030. Ich bin schon neugierig auf euer Line-up.
Das Interview führte Friedrich Reip
Di 02.10. [030] Party 2012 – Endlich 18! ab 22 Uhr in der Kulturbrauerei
Tickets gibt es hier.
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