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Geschrieben von Dirk Lüneberg
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Highschooldramödie – Start am 01.11.Kinderstars, zu denen auch die Hauptdarsteller der »Harry Potter«-Filme
zählen, werden dann erwachsen, wenn sie aus den Rollen, die sie einst
berühmt gemacht haben,
herausgewachsen sind und sich auf die Suche nach neuen schauspielerischen Herausforderungen begeben. Daniel Radcliffe gelang dies überzeugend, als er auf die Bühne wechselte und im Kino ins Horror-Genre mit »Die Frau in Schwarz«. Hier sehen wir nun Emma Watson in ihrem, nach der Mini-Rolle in »My Week with Marilyn«, zweiten Post-Potter-Auftritt– und auch sie hat bei der Rollenwahl alles richtig gemacht.
In dieser in den 1980er Jahren angesiedelten, hingebungsvoll inszenierten Highschool-Dramödie wird uns einmal mehr vor Augen geführt, dass das Leben als Teenager ganz schön kompliziert sein kann. Wie das des introvertierten Charlie (Logan Lerman), der sich während seiner ersten Wochen in der Highschool ziemlich einsam und ausgegrenzt fühlt. Erst als er die Halbgeschwister Sam (Emma Watson) und Patrick (Ezra Miller) trifft, ändert sich dies. Die beiden scheinen über alle Cliquen und Gruppierungen der Schule erhaben zu sein, und was andere über sie denken, interessiert sie nicht die Bohne.
Sie stehen auch Charlie erst einmal aufgeschlossen gegenüber, was der ins Schreiben vernarrte Außenseiter nicht so recht fassen kann. So bilden die drei schon bald eine eingeschworene Clique, doch als sich Charlie in Sam zu verlieben beginnt, stürzt dies den unsicheren Teenager erst recht in ein Chaos der Gefühle.
Dank der fein austarierten Mischung aus komischen Elementen und Teenager-Schwermut ist hier ein kleines Filmjuwel entstanden, das an Klassiker wie »Breakfast Club« erinnert. Dafür verantwortlich zeichnet Stephen Chbosky, der als Regisseur und Drehbuchautor seinen eigenen, autobiografisch angehauchten (Brief-)Roman für die Leinwand adaptierte. Dank des überaus glaubwürdig aufspielenden Ensembles und begleitet von einem sehnsuchtsvollen Eighties-Soundtrack erlebt man den im Film beschworenen Augenblick, in dem man sich unendlich fühlt, auch als Zuschauer – und zwar über die volle Spielzeit von 103 Minuten.
»The Perks of Being a Wallflower«, USA 2012, 103 Min., R: Stephen Chbosky, D: Emma Watson, Logan Lerman, Ezra Miller
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