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Lagos Shake - A Tony Allen Chop Up - [Honest Jons]
- Ja, Panik - Taste Money - [Zick Zack]
- James Din a4 - Fistel Rose Power - [Pingipung]
- Bodi Bill – Next Time [Sinnbus]
- Ed Rec Vol III - [Ed Banger]
- Liquid Liquid - Slip In And Out Of The Phenomenon - [Domino]
- Tindersticks - The Hungry Saw - [Beggars]
- Ian Pooley - In Other Words - [Ministry Of Sound]
- Munk - Cloudbuster - [Gomma]
- The Last Shadow Puppets - The Age Of The Understatement - [Domino]
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Platte der Ausgabe:
Lagos Shake - A Tony Allen Chop Up - [Honest Jons]
Tony Allen war Drummer von Fela Kuti, dem legendären Zeremonienmeister des Afro-Beat. Sein Drum-Sound, dieses Erzeugen von hypnotisch federnden Rhythmen, wurde zum unverkennbaren Markenzeichen des Musikgenres Afro-Beat. Nun erweisen ihm die unterschiedlichsten Musiker aus verschiedenen Bereichen ihre Referenz. Sie remixen Tony Allen, clashen mit ihm, stellen ihn auf den Kopf, zerstören und verändern ihn. Herausgekommen ist so eine irrwitzige Collage aus Afrobeat, afrikanischer Musik und Dubtechno. Carl Craig ist mit dabei, Mark Ernestus und Moritz von Oswald vom Berliner Basic Channel-Label, der M.I.A.-Produzent Diplo und andere, die das Aufeinandertreffen von Kulturen nicht als Problem, sondern als Möglichkeit begreifen.
    
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![Ja, Panik - Taste Money - [Zick Zack] ja_panik.jpg](http://www.berlin030.de/mambots/content/multithumb/thumbs/b.200.150.16777215.0.stories.ja_panik.jpg) |
Ja, Panik - Taste Money - [Zick Zack]
Dieses Album hat etwas Dringliches. Man spürt, dass da etwas raus musste. Ein vorbildliches Debütalbum ist »Taste Money« geworden, hörbar aus innerem Drang heraus entstanden und nicht, weil der Beruf Popstar es eben so mit sich bringt, dass man hin und wieder mal eine Platte abwirft. Schon ist die Rede davon, Ja, Panik aus Wien könnten die nächsten Blumfeld werden - na ja, also wenn schon so etwas in der Art, dann doch eher die nächsten Tocotronic. Vielleicht ist das aber sowieso unfair mit den Vergleichen, wenngleich hier nicht die schlechtesten Referenzen aufgefahren werden. Auch das Stichwort »Diskursrock« fällt einem in diesem Zusammenhang wieder ein, schließlich sind die Texte von Ja, Panik voller Verweise und Anspielungen. Doch muss sich Popgeschichte denn wirklich immer wiederholen? Nein, darum behaupten wir: Ja, Panik sind eindeutig nicht Hamburger, sondern vielmehr Wiener Schule. Die gab‘s zwar auch schon mal, aber das ist nun wirklich sehr lange her.
   
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James Din a4 - Fistel Rose Power - [Pingipung]
In dem Magazin »De:Bug« werden oftmals Hypes um Kleinstlabels ausgerufen, die weltweit ungefähr neun weitere Menschen auch bereits zur Kenntnis genommen haben, denen aber trotzdem zugetraut wird, mindestens die Welt zu retten. Ein Label aus dieser »De:Bug«-Obskurantenwelt ist Esel aus Bremen, das schon dem Namen nach kenntlich macht, dass es jetzt nicht den wirklich ganz großen Erfolg anstrebt. Esel gehört einem Typen, der nennt sich James Din a4 und, wenn ihm ganz schlimm lustig zu Mute ist: Pop Dylan. Eigentlich heißt er Dennis Busch, aber das muss ja nun wirklich nicht jeder wissen. Dieser Mensch jedenfalls produziert auch elektronische Musik, die vor allem auf seinem eigenen Label veröffentlicht wird. Seltsam stotternde Elektronik ist das, vertrackt und immer voller Witz, wir sprechen hier von einem ganz eigenständigen Sound. Ein Teil dieser bahnbrechenden Esel-Tracks wird nun als Werkschau veröffentlicht. Auf Pingipung. De:Bug, übernehmen Sie bitte wieder.
   
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Bodi Bill – Next Time [Sinnbus]
Der Kern von Bodi Bill sind die beiden Musiker Alex Amoon und Fabian Fenk. Sie sind keine unbeschriebenen Blätter und produzierten früher Tracks für das Berliner Techno-Label BPitch-Control. Zwei, die im technoiden Berlin der 90er sozialisiert wurden. Mit ihrem Projekt Bodi Bill veröffentlichten sie im letzten Jahr ein erstaunliches Debütalbum, das liebevoll programmierte Beats mit zarten Streichern, sanften Gitarrenläufen und allerlei krudem Klangrat zu einer Art Elektro-Folk-Pop verband. Dafür ernteten sie zu Recht enormen Beifall und wurden schnell zu den Zugpferden ihres Labels Sinnbus. Auf ihrem zweiten Album gehen sie den eingeschlagenen Weg weiter und perfektionieren ihre Arbeitsweise. Auch »Next Time« ist ein warmer Hybrid aus Techno, Folk, Pop und Field Music, freilich mit dem Unterschied, dass die Vocals souliger denn je sind. Klingt alles ziemlich eigenbrötlerisch? Ganz recht! Wer Vergleiche braucht: Bodi Bill haben sich irgendwo zwischen Matthew Herbert, Bonnie »Prince« Bily und Thom Yorke ihre eigene Nische geschaffen. Ein Album, das beides kann: Bezaubern und elektrisieren.
   
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Ed Rec Vol III - [Ed Banger]
Kennt inzwischen jeder, den typischen Ed Banger-Sound. Wenn es auf der Tanzfläche nicht so richtig läuft, dann einen Ed Banger-Track rausgekramt und die Post geht ab. Funktioniert wie ein guter Porno bei Pärchen, die es schon zu oft miteinander getrieben haben. Nun gibt es erneut einen Sampler voller Cumshots und derben Duschszenen aus dem Hause Ed Banger und alle sind sie mit dabei, Justice, Mr Oizo, Uffie und die anderen eben. Da wird geknarzt und Deathmetal mit dem Laptop nachgestellt, als wäre der Hörer permanent auf Viagra. Nach dem Durchhören dieses Samplers braucht man erstmal eine Zigarette danach.
  
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Liquid Liquid - Slip In And Out Of The Phenomenon - [Domino]
Kaum zu glauben, aber es gab all die letzten Jahre keine Platten oder CDs von Liquid Liquid, die nicht vergriffen gewesen wären. Dabei geisterte der Name Liquid Liquid durch den Popdiskurs wie »Der Pate« von Francis Coppola durch die »Sopranos«. LCD Soundsystem, der ganze Kuhglockensound, hier und von der Frauencombo E.S.G. kommt das alles her. Kann man jetzt noch einmal nachhören auf dieser Compilation, die das Schaffen dieser Anfang der Achtziger aktiven Combo zusammenfasst. Seltsamer Alien-Funk ist das, irre vertrackter Disco, aber immer groovy wie das Gesamtwerk von James Brown.
   
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Tindersticks - The Hungry Saw - [Beggars]
Altherrenmusik nennen manche den Salonschwulst, den die Anzugträger von den Tindersticks schon seit jeher fabrizieren. Nick Cave-Epigonentum schimpfen gar andere. Nun ja, mag ja alles sein, die Tindersticks sind so sehr Rock’n‘Roll wie ein Tangolehrgang in Bonn. Allerdings hat die Eindeutigkeit dieser Bombastoffensive ja schon wieder etwas. Da muss man sich keine Gedanken mehr machen, ob das noch geht oder vielleicht doch nicht. Die Tindersticks sind explizit so weit draußen in der Plüschsesselwelt, so dermaßen angekommen in einem Bereich, wo sich Schmerz auf Herz reimt, dass man halt entweder Ja oder Nein zu dieser Musik sagt. So einfach kann das manchmal sein, ist doch auch mal schön. Eine Säge durch das Herz, puh, das Plattencover von »The Hungry Saw« sagt doch schon wieder alles. Ich find’s gut.
   
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Ian Pooley - In Other Words - [Ministry Of Sound]
Die selbstgestellte Aufgabe schien für Ian Pooley bei der Arbeit an seinem neuen Album gewesen zu sein, zu schauen, wie läppisch House klingen kann, wenn er erst gar nicht versucht, schwülstig, erotisch, sexy oder sonstwie zu klingen. Wenn man selbst daheim eine Software anwerfen würde, die verspräche, in Sekundenschnelle jeden erdenklichen Stil von Techno bis Drum & Bass nachzustellen, man würde damit wohl kein schlechteres Werk ausgespuckt bekommen. Seelenlos, ohne jede Deepness kommt »In Other Words« daher. Ian Pooley konnte das mal besser, viel besser, er war Deutschlands beliebtester Housemeister. Davon ist nichts übrig geblieben.
 
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Munk - Cloudbuster - [Gomma]
Von dieser Musik spricht die Welt. Von Gomma und von Munk erzählt man sich, von München, wo die echten Styler wohnen und der Geist von Giorgio Morodor wieder beschworen würde. Warum das so ist, das müssen leider andere klären. Schon die letzte Munk war The Rapture in fad und die neue Munk ist nicht besser. Natürlich sind erneut die richtigen Namen mit dabei, die Princess of Darkness, Asia Argento, singt auf ein paar Nummern und Matt Safer von The Rapture hilft am Bass aus, doch wo diese Musik hinwill, was sie im Sinn hat, diese Erkenntnis will sich einfach nicht einstellen. Kraut-Disco soll das sein, meinen manche. Ehrlich gesagt: So klingt das auch, wie Kraut-Disco, wie Kraut-und-Rüben-Disco.
 
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The Last Shadow Puppets - The Age Of The Understatement - [Domino]
Alex Turner von den Arctic Monkeys und Miles Kane von den Rascals haben sich zusammengetan für dieses Projekt hier, das die großen Tage der Crooner wieder heraufbeschwören möchte. Es wird sich erinnert an die großen Zeiten der Superproduzenten wie Phil Spector, als noch Geigen im Himmel hingen und String-Arrangements ruhig ein paar Dollar mehr kosten durften. Wir haben es hier also mit einer echten Retro-Angelegenheit zu tun, doch das Schöne ist, dass es darum auch gar kein Geheimnis gibt. Man will ganz explizit so klingen wie damals, man möchte ein Swinging London nachstellen und hat bestimmt nichts gegen Mädchen im Konzertpublikum, die aussehen wie Dusty Springfield. Oder Amy Winehouse.
  
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Happy Birthday, Mientus!
Vielen Dank für die Wünsche! m
Charity für Prominente
Wrestling?
Deine dumpfe Ausdrucksweise lässt darauf schliessen, daß Du offensichtlich zu...
Wrestling?
Dein Artikel ist scheisse