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Geschrieben von Dirk Lüneberg
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Start: 30.04.Mit dem so genannten revolutionären 1. Mai in Berlin ist es wie mit vielen Dingen, die regelmäßig wiederkehren: Je nach Standpunkt erstarren sie zum dumpfen Ritual oder werden zur lieb gewonnenen Tradition. Damit verlieren sie jedoch ihre eigentliche Bedeutung; der Event genügt sich selbst.
Wird dann ein Film zum Thema gedreht, ist das Ereignis wohl endgültig
im Kanon der Popkultur angekommen. Glücklicherweise sagen diese äußeren
Umstände nicht viel aus über die Qualität des Produkts. Denn das
ungewöhnliche Projekt eines Episodenfilms, der vier Regisseure und drei
Geschichten vereint, die alle in denselben 24 Stunden beginnend am
Morgen des 1. Mais spielen, spiegelt bereits in seiner Machart ein
wenig den revolutionären Geist des Demo-Events wider. Ohne großes
Budget und Genehmigung im Guerilla-Stil während eines 1. Mais in
Kreuzberg gedreht, werden die Storys erzählt: Zum einen die von Jacob
(Jacob Matschentz) und Pelle (Ludwig Trepte), die aus ihrer Kleinstadt
nach Kreuzberg pilgern, um als Krawall-Touristen mal eine
Straßenschlacht live mitzuerleben. Etwas Ähnliches will auch der erst
11-jährige Yavuz (Cemal Subasi). Deshalb möchte er unbedingt zusammen
mit seinem älteren Bruder und dessen Kumpels losziehen, um einen Bullen
platt zu machen. Sein Opfer könnte der Provinzpolizist Uwe (Benjamin
Höppner) werden, der an diesem Feiertag nach Berlin zwangsverpflichtet
wurde. Mit seinen Gedanken ist er jedoch ganz woanders, nachdem er am
Morgen erfahren musste, dass ihn seine Frau seit langem betrügt.
Wüsste man nicht, dass die drei Episoden unabhängig voneinander
entstanden sind und erst am Schneidetisch zusammen montiert wurden, man
würde es nicht erahnen, so homogen erscheint der Film in Machart und
Look. Wenngleich dies schon fast seiner Ausgangsidee zuwider läuft,
fragt man sich doch, wozu es drei verschiedene Regie-Teams gegeben hat.
Dafür sind inhaltlich nicht alle drei Storys, die am Ende in der
Notaufnahme des Urban Krankenhauses zusammen geführt werden, gleich
stark, was jedoch nicht weiter ins Gewicht fällt, denn Langeweile will
trotzdem nicht aufkommen. Wahrscheinlich wird der Film dazu führen,
dass sich in den kommenden Jahren 1. Mai-Touristen auf die Suche nach
den Kreuzberger Drehorten machen. Das hätte Berlin zwar grade noch
gefehlt, diesen sympathischen, spannenden und lebensnahen Film zum
alljährlichen Krawall-Event wollen wir aber trotzdem nicht missen.
1. Mai, 95 Min., R: Sven Taddicken, Jakob Ziemnicki, Carsten Ludwig,
Jan-Christoph Glaser, D: Jacob Matschentz, Ludwig Trepte, Cemal Subasi,
Benjamin Höppner
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Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44