![Lil Wayne - Tha Carter III - [Universal] 14_lil_wayne.jpg](http://www.berlin030.de/mambots/content/multithumb/thumbs/b.200.150.16777215.0.stories.14_lil_wayne.jpg)
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Lil Wayne - Tha Carter III - [Universal]
- Subtle - ExitingArm - [Lex]
- Diverse - Elaste Vol. 2 - Space Disco - [Compost]
- Fleet Foxes - Fleet Foxes - [Bella Union]
- Recloose - Perfect Timing - [Sonar Kollektiv]
- Spiritualized - Songs in A&E - [Cooperative Music]
- Ratatat - LP 3 - [XL]
- Mary Anne Hobbs - Evangeline - [Planet Mu]
- Max Müller - Die Nostalgie ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal war - [Angelika Köhlermann]
- Melvins - Nude With Boots - [Ipacec]
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Platte der Ausgabe:
Lil Wayne - Tha Carter III - [Universal]
Diese Platte wurde in den USA so erwartet wie demnächst ein Wahlsieg
der Demokraten. Lil Wayne ist der neue 50 Cent, der Hip Hop-Messias,
größer, phatter, gigantischer als all die anderen. Und er verkauft
endlich mal wieder messbare Einheiten, was in Zeiten, in denen sich
nicht mehr jeder Rapper einen Palast in Beverly Hills leisten kann,
durchaus wieder eine Meldung wert ist. Das Tolle an »Tha Carter III«
ist nun, dass hier wieder mal ein Mainstreamwerk vorliegt, das die
ganze Indieödnis in die Tasche steckt. Was man hier an irren Sounds
hört, an durchgeknallten Beats und obendrauf endlich mal wieder Busta
Rhymes als Gastrapper, das verblüfft selbst den abgebrühtesten Hip
Hop-Fan. Zudem hat Lil Wayne echt den Funk, was seinen Hip Hop noch
pfeffriger macht. Leute, gründet Fanclubs!
   
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![Subtle - ExitingArm - [Lex] 14_subtle_-_exitingarm_.jpg](http://www.berlin030.de/mambots/content/multithumb/thumbs/b.200.150.16777215.0.stories.14_subtle_-_exitingarm_.jpg) |
Avant-HopSubtle - ExitingArm - [Lex]
Fand man mal super, diese Art von Hip
Hop-Dekonstruktion. Etwas Rock zum Rap, bisschen Dance dazu und paar
komische Geräusche, schon hatte man mal etwas anderes als das ewig
Gleiche. Doch seit auch N.E.R.D. oder Madlib den Hip Hop zerlegen, weiß
man, dass deren Art, Hip Hop sozusagen aus sich selbst zu erneuern,
einfach mehr Sinn macht. Subtle, die als echte Band antreten und auch
vor dem Einsatz von Flöten, Saxophon und so etwas nicht
zurückschrecken, wirken da mit ihren Bemühungen eigentlich nur noch
putzig. Diese Musik groovt nicht und hat keinen Soul,
Madlib-Produktionen dagegen eben schon. Das sollte den
Alternative-Rappern aus der Subtle-Ecke mal zu denken geben.
 
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Diverse Bowie CoverDiverse - Elaste Vol. 2 - Space Disco - [Compost]
»Space Disco«
trägt diese Compilation im Untertitel. »Space Disco«, das ist immer
noch der Hipstersound der Stunde. Gemeint ist damit per Definition ein
Discosound, der das Giorgio-Moroder-Konzept von orgasmischem Soul
aufgreift und zum totalen Wegdriften einlädt. Dieser »Elaste«-Sampler
ist außerdem den irrwitzigsten Exemplaren dieser Musikrichtung
gewidmet, vergessenen Perlen des Italo-Disco und verschollenen
Obskuritäten von Acts, die sich Namen wie »Panoptikum« gegeben haben,
und Tracktiteln wie »Glückskugel«. Afrodiscospacehouse, ungefähr um so
etwas geht es, hier gibt es Fusion total. Schön. Nur schade, dass die
Tracks im Mix präsentiert werden, man hätte sie viel lieber als
Sammlung, in der jede Nummer für sich steht.
  
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Indie HypeFleet Foxes - Fleet Foxes - [Bella Union]
Fleet Foxes sind eine der
Hype-Bands der Stunde. Kommen im Fahrwasser von Vampire Weekend daher,
haben auch einen Hauch Afro mit im Sound, doch man muss schon genau
hinhören, um das zu erkennen. Auch sonst haben sie alles, was man
braucht, um als Indieband heutzutage noch überzeugen zu können. Ihre
Songs sind hochkomplex, mal flockig, mal psychedelisch, zwischendrin
werden einem aber auch waschechte Hits serviert, von denen jeder für
sich das Gesamtwerk von Coldplay hinter sich lässt. Haben all die
Aufmerksamkeit verdient und sogar noch viel mehr davon.
   
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Techno FunkRecloose - Perfect Timing - [Sonar Kollektiv]
Detroit-Techno und
Chicago-House waren immer dann am schönsten, wenn überdeutlich das Erbe
afroamerikanischer Musik von Soul bis Jazz durchschimmerte, wenn
transparent gemacht wurde, dass diese Tanzmusik letztlich nur eine
Weiterentwicklung von dem ist, was schon irgendwelche Soulbrothers in
den Sechzigern angestoßen hatten. Auch Recloose hat nun seine Wurzeln
überdeutlich freigelegt: Bei ihm ist es der Funk, der hier schimmert
und glänzt, ruckelt und zappelt, dass er wohl selbst von James Brown
Bestnoten bekommen hätte. Verschiedene Sänger grooven sich durch das
Programm, unter anderem Joe Duke von Fat Freddys Drop, damit einem auch
wirklich keine Sekunde langweilig wird.
   
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Kauz IndieSpiritualized - Songs in A&E - [Cooperative Music]
Jason
Pierce, Kopf von Spiritualized, wurde während der Arbeiten zu
vorliegendem Album krank, sehr krank sogar. Lungenentzündung, der
Sensenmann hatte schon einen Termin bei dem Sänger. Am Ende ging noch
einmal alles glatt, Pierce sagte sein Rendezvous mit dem Tod ab und
konnte die Platte nach endlosen Verzögerungen beenden. Diese dreht sich
dafür stark um Krankheit um Tod, klingt sehr intim und melancholisch,
wie ein Requiem fast. Pierce hat sich Gospelsänger mit ins Studio
geholt, mit denen er gemeinsam von der eigenen Vergänglichkeit singt
und vom Wunsch, vielleicht doch noch irgendwo Erlösung zu finden.
Pathos wird dabei stets vermieden und Kitsch bleibt draußen bei diesem
berückenden Werk.
   
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Softporno RockRatatat - LP 3 - [XL]
Man kann hier alles Mögliche entdecken,
Reminiszenzen an den guten, alten Surfsound, die so genannte
»incredibly strange music« der Sixties, in der irgendwelche
Käseorgelspieler auf Hawaii-Exotik machten, und immer wieder den
Progrock der Siebziger. Cheesy muss man das wohl nennen, was Ratatat da
machen, wirklich ernst meinen sie es bestimmt nicht, zu sehr muss man
doch bei diesem Duo an Typen in weißen Anzügen und mit Hängekeyboards
denken. Rein instrumental ist deren Musik, bei der ganz offensichtlich
Synthies jubilieren, die es sonst eigentlich nur noch im Museum zu
bestaunen gibt. Softpornos könnte man mit diesem Weichzeichnersound
untermalen, aber nur wirklich geschmackvolle.
  
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Dark HopMary Anne Hobbs - Evangeline - [Planet Mu]
So klingt der Sound aus
den dunkelsten Straßenschluchten Londons. Hier spricht die Großstadt
bei Nacht. Mary Anne Hobbs klaubt in ihrem Mix alles zusammen, was
derzeit England mal wieder zum Hotspot der weltweiten Popkultur macht,
also Dubstep und Artverwandtes. Shackleton, Boxcutter, Clao Intelecto -
derartigen Stars des Dubstep hat sie ein paar Düsterbässe und
Rumpelsound abluchsen können. Dazu Finsteres von Englands
Technogangster Surgeon und eine Nummer von Flying Lotus, dessen Hip
Hop-Bastardisierungen derzeit für Furore sorgen. Macht richtig Angst,
dieser Sampler, aber auch gehörig viel Spaß.
   
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Poesie PopMax Müller - Die Nostalgie ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal war - [Angelika Köhlermann]
Max Müller ist eigentlich Sänger von Berlins berühmtester unbekannter
Band Mutter. Nebenbei zeichnet er, schreibt Geschichten und schiebt
Kinderwagen durch Kreuzberg. Hin und wieder veröffentlicht er dann
Soloplatten. Und die sind alle unwahrscheinlich verstörend, beklemmend,
poetisch und schön gleichzeitig. Und nun hat er es schon wieder getan.
Er singt über »Zwei einsame Schizoide« oder behauptet »Die Welt hasst
euch«. Das sind echte Max-Müller-Titel, echte Max-Müller-Texte gibt es
natürlich auch wieder. Dabei ist sein neues Werk vergleichsweise
eingängig, fast schon poppig, und der Plattentitel, nun ja, regelrecht
lustig.
    
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Weirdo Rock
Melvins - Nude With Boots - [Ipacec]
Schon Kurt Cobain war Melvins-Fan und hätte er nicht am Abzug herumgespielt, er wäre es unter Garantie immer noch. Denn die Melvins sind zwar inzwischen im Rentneralter, aber leise sind sie deswegen kein Stück. Nach all ihren Ausflügen ins Rockexperimentelle, lassen sie sich auf ihrer neuen Platte einfach mal wieder vor allem gehen. Sie rocken, schwer und teilweise fast schon metalmäßig prollig. Die Queens of the Stone Age wirken derzeit leicht schwach auf der Brust, nur gut, dass King Buzzo und die Seinen immer noch wissen, wie man Riffs gehörig tiefer legt. Die Melvins bleiben damit die beste Band der Welt.
   
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Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44