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D-Pop
Peter Licht - Melancholie und Gesellschaft - [Motor]
- Juana Molina - Un Dia - [Domino]
- Poptastic Conversation China - [Fly Fast]
- Madlib The Beat Konducta - WLIB AM: King of the Wigflip - [Rapster]
- James Yorkston - When The Haar Rolls In - [Domino]
- Arabian Prince - Innovative Life - [Stones Throw]
- Mike Shannon - Memory Tree - [Plus8]
- Zeitkratzer - Volksmusik - [Zeitkratzer]
- Earthbend – Harmonia [Rookie/Cargo]
- G.Love & Special Sauce – Superhero Brother [Brushfire/Universal]
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Platte der Ausgabe:
D-Pop
Peter Licht - Melancholie und Gesellschaft - [Motor]
Peter Licht, früher mal der Typ vom Sonnendeck, geht weiter seinen Weg. Inzwischen ist er auch noch gefeierter Schrifststeller, da hätte seine neue Platte auch ganz schön vergrübelt ausfallen können. Doch so klar nach vorne klang Peter Licht eigentlich noch nie. Vielleicht liegt das ja auch daran, dass er sein Konzept, unsichtbar und ohne Gesicht zu sein, weitgehend aufgegeben hat. Der Sänger schaut einem jetzt mit klarem Blick in die Augen und poprockt so entspannt vor sich hin, als könnte er einem auch noch versprechen, dieser Sommer werde nie ein Ende haben. Melancholie? Auch. Doch Melancholiker, man sollte das nie vergessen, muss man sich wohl als glückliche Menschen vorstellen.
   
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Juana Molina - Un Dia - [Domino]
Juana Molina war in ihrer Heimat Argentinien mal eine Art Fernseh-Sternchen. Das wollte sie irgendwann nicht mehr sein und so besann sie sich auf die Musik. Nun singt sie, schreibt höchst interessante Songs und nichts erinnert mehr daran, dass sie einmal eine öffentliche Person war. Denn nun ist sie eher ein Indiestar, bekannt nur bei ein paar Auskennern und beinahe überall in der Welt mehr als in Argentinien. Ihre Musik ist wunderbarer Indiepop mit gehörigem elektronischem Einschlag, immer weich und zart, aber auch widerborstig, wenn es darauf ankommt. Molina könnte die nächste Feist werden.
  
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Diverse Poptastic Conversation China - [Fly Fast]
Chinesische Bands singen deutsch, deutsche wiederum chinesisch. So weit sind wir jetzt also schon mit unserem Kulturaustausch gekommen. Früher hatte es noch gereicht, wenn chinesische Kinder Spielzeug zusammenbasteln und deutsche Kunden das Zeugs dann kaufen. Was also ist besser? Trotz Tibet, Internetzensur und all dem anderen Übel wohl doch der Jetztzustand. Auf vorliegender CD mit dabei beim interkulturellen Kennenlernen: Die Ärzte, die Sterne und viele andere - und natürlich die Chinesenbands. Dazu kommen bei der opulent aufgemachten CD noch ein Minisprachkurs und ein unglaublich fettes Booklet. Taugt auch als Ergänzung zum »Lonely Planet China«.
  
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Madlib The Beat Konducta - WLIB AM: King of the Wigflip - [Rapster]
Madlib ist der coolste Hund des Hip Hop, und das nun schon seit Jahren. Er ist eine Art Indie-Timbaland, nur ohne sich auszuverkaufen, bis wirklich gar nichts mehr von ihm übrig ist, so wie das bei Timbaland ja längst läuft. Nein, Madlib produziert Hip Hop-Wahnsinn am Fließband, für sich selbst und integre Kollegen, die wie er selbst ein klein wenig einen Schlag haben. Nebenbei ist Madlib der Beat Konducta und als der hat er nun eine Platte veröffentlicht, die Mix-Tape und Werkschau in einem ist. Guilty Simpson und Defari werden da gefeatured, zwischendrin gibt‘s natürlich immer wieder den Meister selbst. Soundmäßig geht es kreuz und quer, zwischen Hörspiel und Hip Hop und Mickey-Mouse-Rap. Ganz so, wie man das von Madlib erwartet. [AH]
  
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James Yorkston - When The Haar Rolls In - [Domino]
James Yorkston ist einer der besten Singer-Songwriter, deren man gerade habhaft werden kann. Tolle Stimme, klar durchkomponierte, schlichte Songs, mehr hat er nicht zu bieten, doch das ist eine ganze Menge. Andere machen in weird folk oder auf Transgender, auf Hippie oder Esoteriker, verkünsteln sich, um noch ein Stück Restoriginalität zu beweisen. James Yorkston tritt auf wie du und ich und klingt trotzdem ganz außergewöhnlich. Wie der Mann das alles so locker hinbekommt, das bleibt sein Geheimnis… und uns bleibt eine wunderbare Platte mehr von ihm.
  
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Arabian Prince - Innovative Life - [Stones Throw]
Das interessanteste und originellste Hip Hop-Label weit und breit ist Stones Throw. Immer wieder wird man hier von unerhörter Musik überrascht und von einem Qualitätsstandard, der immer hoch ist. Aktuell von dieser Werkschau, die Arbeiten von Arabian Prince vereint, die Mitte bis Ende der Achtziger entstanden sind und herrlichen Electro featuren, der stets einen gehörigen Hip Hop-Einschlag aufweist. Der Prince wird gerne mit dem Egyptian Lover verglichen, einem anderen Electro-Pionier Anfang der Achtziger, der viel zu wenig gewürdigt wird heute. Absolut irrer Sound ist hier zu hören, von einem, dem wenigstens im Nachhinein gebührend Ehre erwiesen werden sollte.
  
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Mike Shannon - Memory Tree - [Plus8]
Mal wieder ein Plus8-Release, eine Platte von einem der legendärsten Techno-Labels überhaupt, um das es in den letzten Jahren eher still geworden ist. Die Platte stammt von dem in Berlin lebenden Produzenten Mike Shannon, der schon seit vielen Jahren für echten Qualitätstechno zuständig ist. Auch sein neuer Longplayer ist wieder über jeden Zweifel erhaben, das ist absolut amtlicher Minimal, raffiniert bis dorthinaus, mit Jazz-Einflüssen und allem, womit man noch so beeindruckt werden kann. Das Problem ist bloß: Jeder produziert derzeit so einen Sound, die Clubs werden beherrscht von dieser Musik, von guter Musik wie dieser, die aber wirklich längst keine Standards mehr zu setzen weiß.

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Zeitkratzer - Volksmusik - [Zeitkratzer]
Zeitkratzer, das Berliner Multifunktions-Ensemble, schafft es immer wieder, noch eine Schippe obendrauf zu legen. Da bewegt sich das Orchester auch so schon zwischen allen Stühlen, beackert neue Musik und geht gemeinsam mit Lou Reed auf die Bühne. Und nun auch noch sowas: Volksmusik. Allerdings interpretiert im typischen Zeitkratzer-Stil, also als total verarbeitete Volksmusik, bei der das Publikum im Musikantenstadl schreiend davon laufen würde. Ein paar Jodler gibt es zwar auch, doch der Rest ist Gedröhne, Geflirre und rhythmifizierte Avantgarde-Klangmalerei, die unglaublich faszinierend klingt. Besser als DJ Ötzi.
  
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Psycho Rock
Earthbend – Harmonia [Rookie/Cargo]
Die Besucher des Berliner Raconteurs-Konzertes staunten neulich nicht schlecht, als Earthbend aus Finsterwalde Jack White & Co. als Vorband das Fürchten lehrten. Das nun erschienene Debütalbum der vier Jungs klingt nicht nach brandenburgischer Provinz, sondern ist am körnigen Wüstenrocksound der Queens genauso geschult wie an den psychedelischen Eskapaden von Pink Floyd. Keine Sorge, klingt kein bisschen altbacken das Ganze. Das haben sie auch den wunderbar wehmütigen Melodien ihres Sängers André Kunze zu verdanken. Fantastisch, wie diese Band klassische Rocktugenden pflegt und dabei alles umschifft, was Rock oft zu einem eher zwiespältigen Vergnügen macht. Earthbend sparen sich peinliches Schwanzvergleich-Geriffe und krachlederne Macho-Attitüden und rocken dabei, als ob es kein Morgen gäbe. Applaus!
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Sunshine FunkG.Love & Special Sauce – Superhero Brother [Brushfire/Universal]
G.Love ist so etwas wie der große Bruder von Jack Johnson. G.Love ließ ihn nämlich auf seinem 99er Album »Philadelphonic« einen Song singen. Seitdem ging es für Jack steil bergauf. G.Love hingegen veröffentlichte mit seiner Band Special Sauce ein großartiges Blues-Funk-Boogie-Pop Album nach dem anderen, verkaufte aber nicht annähernd so viele Platten wie Jack. Dabei hat der smarte Anzugträger aus Philadelphia viel mehr zu bieten als der olle Lagerfeuer-Popper Jack. Auch auf seinem neuen Album treffen superchillige Hip Hop- und Funk-Grooves auf smarte Blues-Licks, von denen Ben Harper und Jack Johnson nur träumen können. Keine Frage, dieser Typ ist die coole Alternative zu den beiden. Ihn dürfen auch Jungs gut finden. Davon konnten sich schon die Besucher des Berliner Jack Johnson-Konzertes überzeugen. Da spielte G.Love im Vorprogramm und hat Jack so was von abgezogen...
  
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Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44