| Schluss mit dem Hochglanz-Lebensentwurf! |
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| Geschrieben von Frederik Bombosch | |||||||||||
Seite 2 von 2 3. Wie finde ich heraus, was ich will? Orientierungslosigkeit hat häufig eine einfache Ursache: Man sucht an den falschen Stellen. Studien haben gezeigt: Wenn man Menschen nach ihren Fähigkeiten fragt, dann unterschätzen sie sich, reduzieren sich auf ihre Prüfungsnoten. Thomas Lang-von-Wins ist überzeugt, dass den „versteckten Fähigkeiten“ eine viel zu geringe Bedeutung beigemessen wird. „Die meisten privaten Vorhaben sind viel komplexer als man denkt“, meint er. „Wenn man zum Beispiel ein Haus baut, dann ist das ein kaufmännisches und organisatorisches Mammutprojekt.“ Lang-von-Wins lässt seine Klienten darum sowohl ihr Privat- als auch ihr Berufsleben analysieren, immer auf der Suche nach verborgenen Talenten, die sie im Beruf weiterbringen könnten. 4. Mein Lebenslauf hat Lücken – ist das schlimm? Zwei Semester Oxford sind in manchen Branchen eher Pflicht als Kür, drei Fremdsprachen werden vorausgesetzt. „Wir müssen weg von der Ideologie der Hochglanz-Lebensentwürfe“, meint Arbeitssoziologe Günther Voß. Er rät dazu, Lücken als Teil der Normalität zu begreifen. Auch Arbeitsvermittler Thomas Heinle erkennt in der Fixierung auf das Curriculum Vitae einen Fehler. Es komme darauf an, aus Begeisterung ein Berufsinteresse zu entwickeln, meint er. Der Hochglanz-Lebenslauf sei im Übrigen ein typisches Steckenpferd von Großunternehmen. „Die Jobs schaffen in Deutschland aber die kleinen und mittleren Firmen.“ 5. Ist es ratsam, den Einstieg in ein neues Berufsfeld zu wagen? Das größte Hindernis vieler Klienten von Thomas Heinle sind die Denkbarrieren, sagt er. Kürzlich hatte er einen Coaching-Teilnehmer, der sich einen klaren Rahmen für seine Arbeit wünschte. Jeden Morgen einen Stapel Papier, den er abarbeiten konnte. Heinle schlug Buchhalter vor. Daran hatte der junge Mann nie gedacht. Ein anderes Beispiel: die Bürokauffrau, die unglücklich in ihrem Job war. Sie liebte Tiere. Auf die Idee, dass sie in einer Zoohandlung arbeiten könnte, war sie aber nicht gekommen. 80 Prozent der Deutschen sind unzufrieden mit ihrem Job, sagt Thomas Heinle. Wenn man ihm zuhört, bekommt man eine Ahnung, warum das so ist. 6. Was kann ein Berufscoach für mich ausrichten? Man sollte einen Coach als eine Art Psychologen betrachten, meine Arbeitssoziologe Günther Voß. Er müsse in der Lage sein, die individuellen Vorlieben und Fähigkeiten herauszuarbeiten und realistische Ziele zu formulieren und so ein stabiles Fundament für wichtige Entscheidungen legen. Übrigens: ein gutes Berufscoaching braucht nicht viel Zeit. Die „Kompetenzenbilanz“ umfasst lediglich drei Sitzungen. 7. Was kann die „Bundesagentur für Arbeit“ für mich ausrichten? Im Schnitt betreut jeder Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur 300 Arbeitslose. Individuelle Rücksicht kann da nicht genommen werden – die Berichte von Betroffenen belegen das eindrücklich. Wer Glück hat, kriegt einen Platz in der Wunschfortbildung, oder in einem der halbwegs sinnvollen „Profilbildungskurse“. Wer Pech hat, wird von Maßnahme zu Maßnahme gereicht, um so die Statistik zu frisieren. Wenn man dabei etwas Sinnvolles lernt – umso besser. Aber die Frage, was man wirklich machen sollte, ist damit nicht beantwortet. Veranstaltungen rund um das Thema Job und Bildung: Einstieg Abi Messe So klingt Berlin bat-Studiotheater - Die Schauspieler von morgen BEST-Sabel - Für Sprachmedizin-Begeisterte
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Happy Birthday, Mientus!
Vielen Dank für die Wünsche! m
Charity für Prominente
Wrestling?
Deine dumpfe Ausdrucksweise lässt darauf schliessen, daß Du offensichtlich zu...
Wrestling?
Dein Artikel ist scheisse