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Geschrieben von Jürgen Laarmann
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Als ich gestern frühmorgens verquollen und verpennt mit der U-Bahn zur Arbeit fuhr und der ganze Waggon durch einen »Der Rängädängdängfrosch singt Jingle Bells«-Handyklingelton in voller Lautstärke wachgerüttelt wurde, war mir klar: Es ist mal wieder so weit - und Weihnachten nervt mich erheblich mehr, als dass es mich erfreut.
Verkrampfte Weihnachtsfeiern, Zimtgestank, Dreck aus dem Erzgebirge, miese Sounds und große Heuchelei – egal.
Den interessantesten Umgang mit dem christlichen Freudenfest hat
allerdings mein Mitbewohner, der jeder Weihnachtszeit mit diversen
Contests begegnet, um sich das Leben lustiger zu machen. Vor zwei
Jahren machte er den ganzen Dezember eine Stollen-Diät (sich im ganzen
Advent ausschließlich von Weihnachtsgebäck ernähren) und nahm
tatsächlich zwei Kilo ab, weil er nach einem Liter »womöglich mit
Pflanzenschutzmitteln vergifteten Glühweins« die ganze letzte Woche
überhaupt nichts mehr essen konnte. Als legendäres Event blieb mir auch
unser vorjähriger Wettbewerb in Erinnerung, der so ging: Jeder kriegt
50 Euro und muss dafür auf dem Weihnachtsmarkt den größtmöglichen und
sinnlosesten Unfug kaufen (schwieriger wäre wohl gewesen, für denselben
Betrag irgendetwas Stilvolles oder gar Nützliches zu erwerben). In den
Jahren zuvor hatten wir uns mit den Games »alle Weihnachtseinkäufe erst
am 24.12. ab 13.30 Uhr, und zwar nur auf Tankstellen« oder »Das
schönste Weihnachtsgeschenk für die konservative Großmutter« duelliert,
bei letzterem war allerdings die Bedingung, dass als Einkaufsstätte ein
Kreuzberger Headshop vorgegeben war.
Auch »Weihnachtsgeschenke für die ganze Familie so schnell und lieblos
wie möglich, ohne dass aber jemand etwas merkt« war mal das Thema (15
Min. morgens beim Douglas und in der Vinothek und niemand war allzu
sehr enttäuscht). Auch die Disziplin »Weihnachtsgeschenke als
wohldosiertes Terrorinstrument« wurde mal ausgerufen (das elektronische
Drumset für den aufgeweckten Sechsjährigen, der seine Eltern damit fast
in den Wahnsinn trieb), nicht so gut kam an die »süße kleine
Vogelspinne« beim Jul-Club, noch schlechter der 50 Euro-Gutschein für
eine Brustvergrößerung in einer polnischen Spezialklinik für die
13-jährige Tochter des Chefs mit dem Grußkartenzusatz, dass den Rest ja
wohl die lieben Eltern beisteuern mögen. (»Na anyway, ich wollte da
sowieso kündigen«). Auch die Art und Weise, wie er das Fest an sich
gestaltet, ist höchst abwechslungsreich und reicht vom Dr. House »Die
kompletten Staffeln«-Videomarathon bis hin zu »Weihnachten komplett in
der Merkurspielothek«. Und wenn die gerade zumacht, in der
Rund-um-die-Uhr-geöffnet-Kaschemme immer Wert darauflegend, dass
irgendwer mit Spinnennetz-Tattoo am Hals anwesend ist. Mal sehen, was
ihm für dieses Jahr einfällt...
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Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44