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Geschrieben von Jürgen Laarmann
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Neulich Samstagmorgen, na ja eher Samstagspätnachmittag. Ihr kennt wahrscheinlich das Gefühl, man wacht auf und denkt sich: Hui, war das gestern aber eine lustige Party.
In diesem Fall: Eine Vernissage einer stylischen Agentur, die
geschmackvolle großformatige Fotografien ausstellte. Nette Leute, coole
Musik, sensationelle Location, sehr gute Drinks, angeregtes Geplauder,
diesen und jenen gesehen, den man schon ewig nicht mehr getroffen hat,
kurzum - beim Aufwachen kam einem das ganze vor wie ein rundum
gelungener Abend. Nur ein kleiner Hang-over war übrig geblieben, aber
wat soll sein! Und so streckte ich mich ein wenig und wendete mich
meinem Saturday-Chill-Out-Programm zu, bis mich ein Anruf erreichte.
Dran war ein lieber Freund, den ich erst gestern auf der Vernissage
gesehen hatte und der als Berater der Organisatoren arbeitet. »Du, das
war jetzt aber nicht so gut«, leitete er seinen Anruf ein und ich
erwiderte »Ich fand‘s großartig«, doch seine Stimme sagte ernst, aber
bestimmt: »Die Veranstaltung war natürlich großartig, aber du: Das
kannste doch nicht so machen...« Mein Gehirn ratterte (war da was und
wenn ja, was...?). Nur bruchstückhaft kamen die Erinnerungen.
Auf der
Party wurde der beliebte Cocktail White Russian ausgeschenkt - und ich
entsann mich, dass ich offenbar im Lauf des Abends auf die Idee
gekommen bin, einen Wettbewerb gegen mich selbst zu spielen, wie viele
der Dinger man sich von der Theke wegnehmen kann, bis jemand etwas
sagt. Es sagte aber niemand irgendwas; und wenn, dann hab ich’s ja
vielleicht nicht mehr richtig gehört. Langsam kamen einige Erinnerungen
wieder: Ach ja, das Gästebuch. Natürlich hätte man da nicht unbedingt
in selbiges großformatig Robbie Williams und seitenweise die Autogramme
anderer Prominenter reinschreiben müssen. Offenbar hatte ich mir
gedacht: Oops, wenn jemand das Gästebuch durchliest, freut er sich,
dass die alle auch hier waren. Zugegeben: In nüchtern ist das natürlich
alles nicht so lustig. Ach so, und dann soll ich noch mit irgendwelchen
Servietten auf der Theke »Schneetreiben« gespielt haben. Und diesen
oder jenen beleidigt. Und mich dann auch noch despektierlich über die
ausgestellte Kunst geäußert haben im Sinne von »zu teuer«, ein Fauxpas,
der nirgendwo allzu gut ankommt.
Jeder kleinlaute Verweis darauf, dass
dies nicht stimmen könne, ein Missverständnis sei, womöglich falsch
verstanden wurde, wurde mit dem Verweis auf »Augenzeugen, die das
anders sahen« ausgeblendet – ich erinnerte mich wirklich nicht mehr.
In mir wuchs die Einsicht, offenbar »Mist gebaut« (sagt man heute noch
so) zu haben und mich so ziemlich als Prototyp des in Zukunft eher
ungebetenen Partygasts aufgeführt zu haben. Und außerdem war mir klar,
dass solche Geschichten gerne aufgeblasen werden. Keine zwei Anrufe
später und es heißt womöglich, ich hätte mit den 2x2 m großen Bildern
Frisbee gespielt. Einziger Ausweg: Der beherzte Anruf beim Veranstalter
mit Breitwand-Reue. In diesem Fall ging‘s recht schal aus. Ein
semi-eisiges »Wir nehmen die Entschuldigung jetzt erstmal an, müssen
uns da aber schon noch mal mit dir drüber unterhalten«. Endlich mal
wieder ein Feeling wie seit der Schulzeit nicht mehr.
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Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44