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Her mit dem Konsumgutschein |
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Geschrieben von Jürgen Laarmann
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Da waren wir mal wieder sehr unzufrieden mit der Bundesregierung, als sie ihr großes Konjunkturprogramm gegen die Wirtschaftskrise verkündete, denn alle beschlossenen Maßnahmen halfen meinem Freundeskreis und mir nun wirklich nicht weiter.
Enttäuscht kommentiert S.: »Zwei Jahre keine KFZ-Steuer auf Neuwagen –
ich finde das regelrecht diskriminierend. Erst wird man jahrelang
bekniet, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen - und nun gibt’s
Zückerchen für Autofahrer. Zwei BVG-Monatskarten umsonst – darüber
hätte ich mich mehr gefreut.« Seine Freundin B. konterte: »Du sollst ja
auch nur Autos kaufen und nicht unbedingt damit rumfahren. Schlimmer
verhält es sich allerdings noch mit der Regelung, dass man
Handwerkerrechnungen ab sofort extra von der Steuer absetzen kann.
Also
erstens, ich zahl eh keine Steuern. Und zweitens: Als ich neulich meine
Küche überschwemmt hab, bin ich mit meinem sympathischen polnischen
Handwerker-Nachbarn in die Kiste gestiegen, damit er mir alles für umme
repariert; und jetzt habe ich keine Ahnung, wie ich das geltend machen
könnte.« »Immerhin gehören wir wenigstens nicht zu der Gruppe, die,
bloß weil ein bisschen Wirtschaftskrise ist, nun besorgt alles Geld
beiseite bunkern und damit die ganze Konjunktur zusammenbrechen
lassen,« selbstbeweihräucherte sich S., und seine Freundin
schlussfolgerte: »Na ja, deswegen ist eben bei uns das Geld auch jeden
Monat ein bisschen früher alle als bei andern und in der letzten Woche
ist so was von Kreditklemme und Konsumverweigerung aus purer Not
angesagt, dass man dagegen auch mal dringend was tun müsste.» S.
meinte: »Die ganzen Hinterbänkler im Bundestag haben mal wieder die
Chance verpasst, sich auf Seite 1 der Bildzeitung zu beamen mit meinem
höchst effektiven Vorschlag, endlich mal mutig die Tabak- und
Branntweinsteuer zu senken.«
»Saufen, rauchen, sparen und mit dem
Wechselgeld die Wirtschaft ankurbeln – klingt ebenso plausibel wie
effektiv«, meinte B., »aber noch besser gefällt mir der Vorschlag, dass
jeder vom Staat einen Konsumgutschein für 500 Euro bekommt. Ich glaub
ich würde erstmal sofort nach London fliegen, mal so richtig shoppen.«
»Na ja, ob das so im Sinne des Erfinders ist und unserer Wirtschaft so
weiterhilft«, kritisierte S., »ich würde auf alle Fälle die Partei
wiederwählen, die mir dieses extra Weihnachtgeld bezahlt, ganz einfach,
weil sie es ab sofort jede Weihnachten bezahlen muss, um wiedergewählt
zu werden.« B. stimmte zu: »Du bist ja ein echter Politstratege. 500
für jeden ist so richtig schön sozialistisch. Ich könnte ja auch die
EU-Binnennachfrage steigern und mir La Perla Unterwäsche holen.« S.
wurde nachdenklich: »Ob man mit dem staatlichen Konsumgutschein auch
seine Deckel in allen Bars bezahlen kann? Totale
Haushaltskonsolidierung via Steuergutscheine! Das Tolle ist, dass ich
dann ja wieder lauter neue Deckel machen könnte...«
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Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44