| Abwrack-Prämie für alle(s)? |
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| Geschrieben von Jürgen Laarmann | ||||||||
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Und schon wieder waren wir in unserer WG sehr sehr unzufrieden mit der Bundesregierung. Bei genauerem Betrachten des 50 Milliarden Konjunkturpakets mussten wir
leider feststellen, dass ...
wieder einmal nix dabei war, was für
unsereinen nützlich gewesen wäre, mal abgesehen davon, dass die
Krankenkassenbeiträge in einem halben Jahr um ein schäbiges halbes
Prozent sinken, nachdem sie zu Jahresanfang um mehr als 2 % gestiegen
waren. Na gut, für Mitbewohner R. gab’s noch einmalig 100 Euro für sein Kind, dass aber sowieso nicht bei ihm sondern bei der Mutter lebt, was er wie folgt kommentierte »Angesichts der dramatisch angestiegenen Computerspielpreise ist das ja auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Hier hätte mir übrigens eine Abwrackprämie für alte Spielekonsolen viel besser gefallen«. Das Wort Abwrackprämie hat ja ohnehin beste Chancen ›Wort des Jahres‹ zu werden. Bitte nicht mehr im Zusammenhang mit After Hour Leichen verwenden im Sinne von »Höhö, wie geil wär’s wenn’s für die eine Abwrackprämie gäbe, hahaha«, dieser Witz wurde leider schon zu oft gemacht. Ansonsten kam es uns reichlich bizarr vor, dass es für die Verschrottung von 9 Jahre alten Autos 2.500 Euro geben solle, wenn man sich einen Neuwagen holt. R. meinte folgerichtig, dass er in Berlin überhaupt keinen kenne, der sich Autos kaufen würde, die jünger als 9 Jahre sind. »Meine Lebensplanung gerät außerdem vollkommen durcheinander. Mein Golf ist 23 Jahre alt. In sieben Jahren bekomme ich sogar das H-Kennzeichen für historische Automobile und auch jede Menge Steuererleichterungen. Das alles soll ich jetzt aufgeben um mir einen Dacia zu kaufen?« »Mehr wäre eh nicht drin«, fügte er hinzu, was unseren anderen Mitbewohner C. auf die Palme brachte. Er sah in der Abwrackprämie einen »eklatanten Verstoß gegen die Grundrechte«, nach denen ja alle Bürger gleichbehandelt werden sollen. »Als jemand der sein Auto schon vor Jahren verschrottet hat, fühle ich mich total ungerecht behandelt. Ich will wenigstens 50 % Rabatt auf meine BVG-Monatskarte, damit wieder Gerechtigkeit herrscht«. Gemeinsam kamen wir überein, dass es den großen Parteien nicht gelungen ist, irgendetwas zu tun, was unsere Stimmung erhellen würde. »Dabei wäre es so einfach gewesen«, stellte R. fest, »vorübergehende Aussetzung der Alkoholsteuer, um der notleidenden deutschen Brau-Industrie zu helfen, lecker Restaurantgutscheine, um der kränkelnden Gastrobranche auf die Beine zu helfen – warum kommt man nicht mal auf was Konstruktives? Auch als Ausgleich für die Fehler, die bei der letzten Lotto-Jackpotziehung passiert sind, bei der wir wieder leer ausgegangen sind.« Und C. fügte lakonisch hinzu: »Und dies mit fatalen Folgen für die schwächelnde Kaviar-Importbranche und die sehr kleine fast schon dem Tode gewidmete Sparte der Perlmuttbadewannenbauer, die nun leider von deinem ›In-Kaviar-stilvoll-baden-Bedürfnis‹ nicht ausreichend profitieren kann.
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Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
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Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44