| Der Mitte Boy hat Berlin gekauft ... |
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| Geschrieben von Jürgen Laarmann | ||||||||
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Geht’s euch auch manchmal so? Man hört ein Lied zum allerersten Mal und im Gegensatz zum allgemeinen Gedudel schafft es der Song, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, trotzdem weiß man hinterher nicht so genau, ob man ihn cool oder scheiße oder beides gleichzeitig finden soll.
Und ob es vielleicht eher peinlich wäre, das Lied heimlich toll zu
finden. Oder ob man irgendwas verpasst hat, weil man ihn noch nicht
kannte. Zugegeben, so ging’s bei mir beim Song »Jacqueline (Ich hab Berlin gekauft)« von Sven van Thom. Dessen Werk »Trauriges Mädchen« war mir schon aufgefallen, weil es immer auf N24 als Pausenmelodie in der Zeit lief, als die tolle Finanzkrise so richtig ausbrach und mir das in diesem Zusammenhang recht originell vorkam. Und nun stellt der Künstler mit der dicken Hornbrille, der eigentlich genauso aussieht, wie man sich einen Gerichtsvollzieher oder Verwaltungsfachangestellten vorstellt, seine Vision vor, was er denn tun würde, wenn er Berlin kaufen würde. »Alle raus, alle raus ich hab Berlin gekauft« - das ist der catchy Refrain, und was dann so passieren würde, ist von mäßig originell (»Marzahn und Hellersdorf mache ich erst mal platt, damit das Trauerspiel ein Ende hat«) über stadtplanerisch gewagt (»dann plätte ich den Prenzlauer Berg, denn hier entsteht Europas größtes Kernkraftwerk«) bis hin zu ganz hübsch (»Den Potsdamer Platz leg ich aus mit Stroh, das wird ein Kinderbauernhof Streichelzoo«). Aber das einzige, was ich wirklich toll finde, ist der Slogan »ich habe Berlin gekauft und dann Jacqueline getauft«. Und so war die Frage in unserer WG auch nicht, was man selber tun würde, wenn einem Berlin gehören würde, sondern wie man es umbenennen könnte. R. war nicht ganz einverstanden mit Jacqueline und meinte: »Ich war mal in einem Puff in Barcelona, da hießen dreiviertel aller brasilianischen Nutten Jacqueline, das könnte also nur in einem extrem übertragenen Sinne passen.« »Alle Berliner Jaquelines, die ich kenne, nennen sich Jackie und sind ziemlich cool, gab ich zu bedenken, kritisch wird’s nur, wenn ihre Freundinnen ihnen Spitznamen wie Schacke geben.« »Oder gar Chucky, die schlimme, aber sympathische Horrorpuppe – würde vielleicht auch passen«, meinte S., warf dann jedoch ein, dass er Berlin lieber in »Walter« umbenennen würde, fand dann aber weder Gründe noch Anhänger für seinen Vorschlag. Da favorisierten wir schon eher den Vorschlag von R. - er sagte, er würde Berlin lieber in »Cindymandy« umbenennen. »Cindy steht für die 50-jährige Wilmersdorfer Witwe aus dem Westen mit lilarot gefärbten Haaren und Fake-Pelzmantel und Mandy für die arbeitslose 20-jährige Ost-Göre mit abgebrochener Friseurausbildung, damit wär schon viel gesagt.« Und – wie würdet ihr Berlin umbenennen? Das Video gibt's hier ...
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Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44