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Röyksopp im [030] Interview |
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Geschrieben von Tim Schäfer
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Alle guten Dinge sind dreiSvein Berge und Torbjörn Brundtland alias Royksopp haben es geschafft. Sie sitzen in einem luxuriösen Hotel am Kudamm und bitten zum Interview. Grund ist ihr neues Album »Junior«, das an seine erfolgreichen Vorgänger »Melody A.M.« (2001) und »The Understanding« (2005) anknüpfen soll. Elektropop à la Norwegen.
Dazu haben sich die beiden Musiker dreifacher weiblicher Hilfe bedient.
Wir sprachen mit den beiden über fehlende Sänger und selbstbewusste
Sängerinnen.
Auf eurer neuen Platte sind mit Robyn, Lykke Li und The Knife Frontfrau
Karin Dreijer Andersson drei umwerfende skandinavische Sängerinnen
vertreten. Habt ihr es nicht so mit Sängern?
Svein Berge (lacht): Nur weil wir etwas nicht machen, heißt das ja
nicht, dass wir es hassen. Das würde dann einen riesigen Rattenschwanz
nach sich ziehen, denn es gibt eine Menge Dinge, die wir nicht mögen.
Englische Hörner haben wir zum Beispiel nie aufgenommen, weil wir sie
wirklich aus tiefsten Herzen hassen (lacht).
Torbjörn Brundtland: In der Vergangenheit haben wir bereits mit Sängern
aufgenommen. Wir wollten einfach mal wieder neue Sachen ausprobieren.
Etwas, das wir bis jetzt noch nicht gemacht haben.
Zurück zu eurem Damenkränzchen. Was hat euch an der Zusammenarbeit mit den oben genannten Künstlerinnen gereizt?
Svein Berge: Alle drei haben einen ganz besonderen Ausdruck und ihre
Stimmen sind einzigartig. Robyn etwa ist in einer traditionellen
Popwelt groß geworden und war schon als junges Mädchen extrem
erfolgreich. Dennoch hat sie sich irgendwann dagegen gestellt und sich
immer mehr Kontrolle über ihr eigenes Schaffen erkämpft, um neue und
musikalisch interessantere Wege zu gehen. Heute steht sie damit besser
da denn je.
War es schwierig, mit so selbstbewussten und eigenständigen
Künstlerinnen zu arbeiten, oder im Gegenteil ist die Zusammenarbeit mit
mündigen Künstlern leichter für euch?
Torbjörn: Dazu muss man sagen, dass wir ja neben den gesanglichen
Qualitäten und den außergewöhnlichen Stimmen gerade mit Künstlern
zusammen arbeiten wollten, die ihren eigenen künstlerischen Geist und
einen hohen musikalischen Anspruch in die Songs einfließen lassen. Und
jemand wie Robyn ist trotz all ihrer Erfahrung und des wachsenden
Erfolges absolut auf dem Boden geblieben. Sie weiß, was sie will, und
genau das macht die Arbeit mit ihr auch so spannend und fruchtbar.
Habt ihr bei euren Gastsängern denn schon mal so richtig daneben gegriffen?
Svein: Eigentlich nicht. Es gibt natürlich einige Künstler, die sich in
den Vordergrund drängen, ohne irgendein Versprechen ihrerseits einlösen
zu können, aber die sind für uns eh uninteressant. Wenn man jemanden
nicht kennt, dann kriegt man über Ecken im Vorfeld schnell mit, wie
jemand tickt. Wer sich zu sehr auf sein Ego bezieht, dem fehlt meiner
Meinung nach sowieso der Sinn für unsere Musik. Fehlende Empathie
bringt natürlich nicht die perfekten Ergebnisse, die wir uns für unsere
Songs wünschen.
Das Album »Junior« ist bei Virgin/EMI erschienen.
Röyksopp spielen ihr einziges Deutschlandkonzert am 07.04. im Lido. Leider ausverkauft!!!
www.royksopp.de
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