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Der beste Sommer der Welt |
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Geschrieben von Berlin Mitte Boy
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Wie doch die ersten Sonnenstrahlen eine ganze Stadt verändern können!
In diesem Jahr scheint der Frühlingsrush fast noch ein bisschen
intensiver zu sein als sonst und man wundert sich, wer da alles
innerhalb kürzester Zeit sein ganzes Mobiliar auf den Bordstein karrt,
um das größte Bedürfnis der Berliner, endlich »draußen« sitzen zu
können, zu befriedigen, was angesichts des Ansturms nicht immer
gelingt.
Biergärten und Parkcafés mutieren schnell zu quirligen
Krisengebieten. Erst kürzlich war ich Zeuge, wie sich sogar
schwarzgewandte und kreidebleiche Gothics im Hormonstau in
Kindergartenmanier um einen Sitzplatz in der Sonne vor einer Bar
prügelten und ihrem Genre durchaus keine Ehre erwiesen. Denn: Gibt’s
was Lächerlicheres als einen keifenden Goth-Teenie mit
Sonnenbrandansatz, der mit seiner Gotheline mit verlaufener
Spinnennetzschminke in der Hitze sitzt? Der Anblick war derart
erbarmungswürdig, dass man am liebsten das »Solarium-Verbot für unter
18-Jährige« sofort außer Kraft gesetzt hätte, damit die beiden
Gestalten schon mal vor dem Ernstfall vorglühen können.
»Muß ja nicht schön sein, aber Hauptsache, was zu glotzen« meint mein
Mitbewohner R. und formuliert damit eine allgemeine Sommerdevise.
Sensationell ist auch das eilig eingestellte total verpeilte
Saisonpersonal (à la »hey, sag deiner kleinen Schwester, sie soll jetzt
mal ihre Schulden hier abarbeiten, bei uns ist die Hölle los«), das
einen stundenlang warten lässt, bei nochmaliger Nachfrage dann
irgendwas Falsches bringt und freimütig erklärt: »Ich bin hier nur zur
Aushilfe, weil die Hölle los ist, und na ja, dann nehmen Se halt das
Weizenbier statt dem Pils, ist doch auch lecker, oder?« Wohl wissend,
dass jeder Einwand eine weitere nicht unerhebliche Verzögerung der
Durstlöschung mit sich bringen würde, sagten wir ja und Amen und hörten
uns noch ein milde lächelndes, aber trotzdem sehr überzeugendes »Besser
wie nix, oder?« sagen, auf welches ein grundehrliches »Ich kassier’
dann mal gleich ab, weil ich den Überblick total verloren habe« folgte;
und nach der Begleichung der Rechnung fing die Aushilfsbedienung an,
ungefragt zu erzählen: »Eigentlich hatte ich mich ja im Internet bei
dieser Aktion für den besten Job der Welt beworben. Für ein halbes Jahr
als Insel-Beobachter am Great Barrier Reef in Australien, den ganzen
Tag lang surfen, tauchen und darüber schreiben und fett Kohle
einsacken. Aber die haben mich nicht genommen, bin schon in der
Vor-Vorrunde hochkant rausgeflogen, aber macht nichts.
Jetzt bin ich
heilfroh, denn wahrscheinlich wär’ ich da eh nur auf ’ne Qualle
getreten, und dann sitzt man da am Ende der Welt und verpasst alles und
der Sommer in Berlin ist sowieso viel geiler.«
Dem soll nicht widersprochen werden.
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Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44