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Geschrieben von Tim Schäfer
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Spätestens seit Olli Schulz bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest den Bibo gemacht hat, ist der Nimbus des Geheimtipps, der in trauter Clubatmosphäre seine Lebensweisheiten ironisch norddeutsch zum Besten gibt, dahin. Gut, wenn wir ehrlich sind, ist dies bereits seit seiner 2006er Platte »Warten auf den Bumerang« so, die ihn weg von seinem Label Grand Hotel Van Cleef hin zu einem Major führte.
Fans der ersten Stunde, die sich an Ollis Anfänge erinnern, als er
zusammen mit Max Schröder alias Der Hund Marie überschaubare Konzerte
im Kreuzberger Privatclub gaben, können da nur noch in heimeligen
Erinnerungen schwelgen. Seit seiner ersten Platte »Brichst Du mir das
Herz, dann brech ich Dir die Beine« aus dem Jahre 2003 hat sich der
Hamburger Jung zu einem der besten deutschen Musiker gemausert. Und
Kritiker und Ewiggestrige aufgepasst: Wenn es Stefan Raab gebraucht
hat, um Olli Schulz einer breiten Masse zugänglich zu machen, dann war
es das wert.
Er hat es verdient. Befürchten, dass sich der Schulz von
der Mainstream Masse vereinnahmen lässt, muss man nicht, das
widerspricht seinem Musiker Ethos. Einen Freigeist kann man nicht
einsperren. Übrigens: Neben seiner ironischen Persiflage (»Mach den
Bibo!«) auf bescheuerte Gruppentänze, ist sein neues Album »Es brennt
so schön« prall gefüllt mit Liedern voll humoristischer Würze und
feingeistiger Hintersinnigkeit, die sich wunderbar angenehm auf
Mitdenkende und deren Zwerchfell stürzt. Wenn schon deutsche Musik,
dann Olli Schulz. Was Besseres gibt es einfach nicht! Sorry Thees.
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Bonnie Prince Billy - »Ease down the road«
Ein verdammtes Meisterwerk. Eine der ganz wenigen Platten, die man in
einem Stück durchhören kann. Ein Songwriter in einem völlig losgelösten
Zustand. Vermischt die großen Themen Sex, Liebe, Tod zu einem
akustischen Gemälde.
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Coldplay - »Parachutes«
Das Debütalbum der Stadionrocker ist immer noch ihr bestes. Es
begleitete mich durch das beschissenste Jahr meines Lebens. Bittersüße
Melodien und tolle Texte. Sollte man kennen.
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Bruce Springsteen - »Born in the U.S.A.«
Ich höre die Platte jetzt seid über 20 Jahren immer wieder. Zeitloser,
perfekt produzierter Ami-Rock. Zwölf Songs und zehn davon sind geil.
Wahnsinnig gute Trefferquote.
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Talk Talk - »The Colour of Spring«
Hör ich auch schon seit 20 Jahren. Eine Band lotet ihre Grenzen aus.
Tolle Mischung aus Anspruch und Pop. Bei den beiden Nachfolgewerken war
mir zuviel Heroin im Spiel.
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Niels Frevert - »Du kannst mich an der Ecke rauslassen«
Oh Mann, Niels Frevert haut seit Ewigkeiten Topsongs raus. Aber das
hier ist sein Opus Magnum. Auf dieser Platte verzichtet Herr Frevert
erst mal auf Schweinerock-Gitarren und bettet alles in einen perfekten
Mix aus Akustikgitarren und Streichern. Kann ich immer wieder hören.
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Razzia - »Ausflug mit Franziska«
Meine erste Liebe für Deutschpunk. Bedrückende Melodien, düstere Texte
und gutes Storytelling. Außerdem benutzten sie 1986 schon Keyboards.
Das traute sich damals noch keiner! Als Verneigung nahm ich letztes
Jahr mit EP mit vier Coverversionen dieser besonderen Hamburger Band
auf.
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Cro-Mags - »The Age of Quarrel«
Meine erste Liebe für Ami-Hardcore. Die Demos sind fast noch besser.
Keiner klingt wie John Joseph. Man denkt, dem spritzt das Blut beim
singen ausm Mund.
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Goldene Zitronen - »Economy Class«
Die Goldenen Zitronen sind und bleiben eine einzigartige,
bewundernswerte Band in Deutschland. Auch nach 13 Jahren klingen die
Songs rasant und atemlos. Ted Gaier will es bestimmt nicht hören, aber
das hier ist großes Entertainment!
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Wilco - »A Ghost Is Born«
Mit meiner Leidenschaft für Wilco hab ich noch jeden im Tourbus
genervt. Momentan wohl die beste Live-Band weltweit. Mastermind Jeff
Tweedy steckte hier noch voll im Depri-Tabletten Sumpf und wies sich
nach den Aufnahmen direkt in die Reha-Klinik ein. Schwermütig und
verschroben klingen die Songs. Ein Platte, die man alleine hören muss.
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Tomte - »Hinter all den Fenstern«
Ja, Thees Uhlmann ist mein Kumpel, und es klingt jetzt wie
Vetternwirtschaft, dass ich diese Platte hier aufliste. Aber »Hinter
all diesen Fenstern« ist das berührendste und beste deutschsprachige
Album des noch jungen Jahrtausends. Einfach mal mit zehn Songs den
gesamten deutschsprachigen Rock komplett renoviert. Oft kopiert, doch
nie erreicht.
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Das Album »Es brennt so schön« ist bei Columbia Records erschienen.
Olli Schulz spielt am 19.04. im Postbahnhof.
www.ollischulz.com
www.myspace.com/ollischulz
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Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44