| Gaga Ladies |
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| Geschrieben von Berlin Mitte Boy | ||||||||
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Multikulti kann manchmal auch ganz lustig sein, wie man ja bei manch einer U-Bahn Fahrt erleben kann.
In diesem Fall waren es zwei schwer verschleierte, aber trotzdem unablässig kichernde muslimische Mädchen, die sich einen MP 3 Player teilten (jede einen Ohrstöpsel) und Lady Gagas »Pokerface« hörten und dabei ebenso begeistert wie falsch lautstark mitsummten und -sangen und mich zu dem Gedankengang bewegten, dass die Welt ja gar nicht so schlecht sein kann, wenn so was an der Spitze der Charts steht, und dass »gaga« sein vielleicht nicht die schlechteste Ansage für diesen Sommer sein kann.
Noch am selben Nachmittag Anruf von unseren jugendlichen Nachbarinnen Liz und Lu, die ankündigten, sie würden auch mal gerne an unserer freitäglichen Pokerrunde teilnehmen, sie seien jetzt echte Pokerprofis und hätten sich was ausgedacht. Liz und Lu hatten voll aufgedreht und erschienen in kompletten Lady Gaga-Outfits, was ein unerwartetes Highlight war – die eine mit bizarrer Haarschleifen-Kreation und die andere in weißer Perücke, beide in gewagten selbstgeschneiderten Ballkleidern: »Wir werden Euch jetzt mal ganz pokerface mäßig ausnehmen.« »Versteht ihr überhaupt die Regeln«, fragte mein skeptischer Mitbewohner R., worauf die ca. 20-jährige Liz log, sie habe jahrelang in der Spielbank gearbeitet, ihr Nachnahme sei Texas Hold’em und er solle sich warm anziehen.
Die Karten wurden verteilt, und schon nach Vergabe der zwei Anfangskarten krisch Liz »ich setze 100«. Für eine Sekunde herrschte Schweigen und eine leicht unangenehme Nervosität. »Ähm, wir spielen normalerweise nicht um so hohe Beträge«, meinte ich, »das führt nämlich bei Verlust zu Verdruss und diesen können wir gar nicht gut gebrauchen«. »Na ja, ich ja auch nicht, der Hunderter ist alles Geld, was ich habe«, sagte Liz. Ich stieg aus, aber R. schmiss wütend einen Hunderter auf den Tisch und meinte »na dann lass uns mal schauen«; und Liz »Pokerface« geriet leicht aus der Fassung.
Die Austeilung der Restkarten ergab, dass Liz gerade mal zwei Neunen hatte, R. allerdings drei Asse und gluckste »Gaga game over« und erntete. Betretene Blicke an der Gaga-Front. »Ganz schön gaga, gleich alles zu setzen«, meinte Lu genervt. »Gar nicht gaga«, resümierte Liz, das Pokerface schien den Tränen nah. »Na ja, zumindest haben wir super ausgesehen.«
Wie geht man nun pädagogisch sinnvoll mit einer solchen Situation um? R. rettete die Situation, in dem er den Hunderter zurück in den Pott schmiss und vorschlug, davon doch lieber ein paar Flaschen Schampus für alle zu kaufen, da waren sogar die Gagas wieder glücklich.
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Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
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