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Geschrieben von Tim Schäfer
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10 Platten
Bundesvision Song Contest 2005. Thüringen am Start. Ein junger Blondschopf betritt die Bühne und beginnt »Kein Bock zu gehen« ins Mikro zu grooven. Thomas Hübner alias Clueso überzeugt mit seinem kratzigen, gebrochenen Gesang, mitfühlenden Texten und einem hip hopesken Habitus, der natürlich wirkt und spitzbübigen Charme versprüht.
Seine 10 Platten zeugen von Nachdenklichkeit und Respekt vor der
Vergangenheit und ihren Künstlern. Denn gute Musik kennt kein Alter.
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Bon Iver - »For Emma, Forever Ago«
Ich war letzten Sommer mit meiner Band in so einer Art Camp. Wir
probten den ganzen Tag und schliefen auch gleich dort. Wir probierten
Satzgesänge aus. Da kam plötzlich Bon Iver daher und sang uns genau das
vor, was wir suchten. Er in seiner Blockhütte und wir im Thüringer Wald
im Kaminzimmer. Die Platte hat uns den Anstoß für unser Akustikset
gegeben. Schön verspielt, sehr charmant und trotzdem eckig.
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Bob Dylan - »Blonde on Blonde«
»Blonde on Blonde« ist für mich die Geburt des Bob Dylans, wie ich ihn
mag. Dylan ist auf diesem Album beim Rock angekommen. Witzig ist, dass
ich dieses Stück Musikgeschichte erst 40 Jahre nach seinem Erscheinen
entdecken durfte.
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John Frusciante - »Shadows Collide With People«
John Frusciante ist für mich momentan der interessanteste Künstler und
»Shadows Collide With People« mein Lieblingsalbum von ihm. Genau mein
Ding. Wahnsinnsstimme. Unschlagbare Melodien. Unschlagbarer Gitarrist.
Vor allem beeindruckt mich die Produktion. Melodiöse Musik so dermaßen
unkonventionell hinzustellen. Der Kollege lässt nichts aus. Mal
klingt‘s wie Indie, dann völlig experimentell und schräg und dann
plötzlich wie Tom Petty. Schöne schön dreckige Musik.
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Tony Scherr - »Twist In the Wind«
Ein Geheimtipp. Spielt unter anderem auch bei Norah Jones. Ein
Blues-Rock Typ, der faszinierend, schön und dreckig singt. Sein
Gitarrensound ist der Hammer, schön erdig, warm und trotzdem rau. Mein
Lieblingssong auf der Platte ist »Shop Girl«- melodiös, leicht und
trotzdem groß.
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Bob Dylan - »Time Out of Mind«
Eine der aktuellen Platten von Bob Dylan. Geradlinig, einfach,
tiefgründig. Ewig lange Songs, die auch ewig lange immer gleich
bleiben. Für zu Hause auf Platte einfach paralysierend. Man wird
förmlich abhängig. Ich habe ihn dann kürzlich live gesehen und war
nicht ganz so dabei, da gerade diese neueren Songs auf der großen Bühne
etwas vorbei plätscherten.
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Neil Young - »On the Beach«
Das Album hat mir irgendwann einmal vor Jahren mein Manager hingelegt.
Ich bin sofort daran kleben geblieben. Meine Musik wurde zu der Zeit
gerade organischer, meine Band hatte sich gefunden. Auf »On the Beach«
sind Songs, die ich selbst gern geschrieben hätte; zwar etwas düster,
aber mit schönen rumpeligen einfachen Beats. Ich glaube, »On the Beach«
war seinerzeit das meist verkaufte Album in den USA. Damals war einfach
mehr Qualität an der Spitze der Charts.
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Coldplay - »Parachutes«
Meines Erachtens nach das beste Album von Coldplay. Unbewusst irgendwie
eine Art Referenzalbum für mich. Faszinierend ist diese Privatheit und
Größe zugleich. Im Gegensatz zum eben besprochenen Bob Dylan Album
funktioniert gerade diese Coldplay-Phase auf der Anlage zu Hause
genauso wie im Stadion, oder umgedreht.
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Fink - »Finkfunk«
Ein Künstler aus England. Er hat einen total eigenen Stil, den man fast
als europäischen modernen Blues bezeichnen könnte. Das Album ist ein
Dauerbrenner in meinem iPod und deshalb in meinen ständig wechselnden
Top Ten.
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Fat Freddy’s Drop - »Based on a True Story«
Ich bin ja nicht so der stetige treue Albumhörer. Deshalb weiß ich gar
nicht, ob FFD eigentlich noch andere Alben haben? Jedenfalls kann ich
diese Platte auch nach vier (?) Jahren immer noch hören, obwohl sie im
Tourbus quasi nonstop lief.
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Udo Lindenberg - »Daumen im Wind«
Mein Vater hat das Album schon gehört, als ich noch nicht da war und er
in den Siebzigern durch die Tschechoslowakei getrampt ist. Die
ruhigeren Sachen sind noch meilenweit weg vom Kitsch. Beim Titelsong
geht die Gänsehaut gleich los. Ich habe die Platte erst neulich bei
einem Freund wiederentdeckt und nach langer Zeit gehört.
Wir haben uns dann Udo Lindenberg in Erfurt gemeinsam live angeschaut. Unsterblich!
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Thomas Hübner, so der bürgerliche Name, ist bekennender Fan des putzigen Inspektor Clouseau aus dem Spielfilm »Der rosarote Panther«. Daraus leitet sich sein Künstlername ab. Clueso ist in diesem Sommer auf diversen Festivals zu erleben und am 10.07. bei »Fritz im Freien« in der Zitadelle Spandau dabei.
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Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44