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Die Bäh-Zicke dreht am Rad PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Berlin Mitte Boy   
»Unsere hyperaktive Feindin dreht mal wieder durch«, meinte mein Mitbewohner R. und verwies auf die neue Initiative der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing, nach der alle Tankstellen und Nachtkioske zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen sollen. Es ist tatsächlich auffällig: Fast im Wochentakt lässt die rührige Westerwälderin mit neuen Aktionen und Initiativen von sich hören. Mal liegt ihr Schwerpunkt darauf, »Rauchen in Autos« generell zu verbieten, ein anderes Mal will sie Online-Spiele erst ab 18 erlauben, dann will sie »Schockbilder von Raucherlungen« neben den Warnhinweis auf der Kippenschachtel kleben oder die allgemeine Promillegrenze für Autofahrer auf 0,3 Promille senken, immer und ständig jedoch die Tabaksteuer und die Alkoholsteuer weiter erhöhen und nicht eher ruhen, bis das Bier so teuer wie in Schweden ist:

R. war richtig genervt, weil er gerne immer gegen Mitternacht noch mal um den Block tigert, um sich ein »Gute-Nacht-Bier« zu holen, was er sich als Absacker vorm Schlafengehen genehmigte, und dieses Ritual sogar für eine großartige Gesundheitsinitiative seinerseits hielt: »Ich beweg mich noch mal vorm Schlafengehen und dadurch, dass ich keine Bierbestände lagere, bleibt's sogar bei dem einen Bier. Ich bin so was von self-control, man kann schon sagen, ich bin meine eigene Bätzing.«

Auch S., unser dritter Mitbewohner, kam rein und meinte: »Ich frag mich, wie man so werden kann wie die Bätzing, ich mein, was ist da schiefgelaufen – immer allen alles verbieten wollen, was Spaß macht?« »Na ja, vielleicht hat sie als Kind mal vom Eierlikör der Mutti genascht, musste tierisch kotzen und führt seither einen Riesenkreuzzug gegen alle Rauschmittel», warf ich ein. S. meinte: »So einfach sollte man sich’s nicht machen. Ich kann mir vorstellen, dass die Bätzing heimlich gern mal einen wegpetzt.« R. dagegen: »Vielleicht braucht man als Drogenbeauftragte ja ganz besondere Kicks, so mit Mords-Fahne zur Pressekonferenz.« S.: »Ich stell mir das eher so politikermäßig vor, nach der vierten Flasche Rotwein im Borchardt's mal schenkelklopfend brainstormen, was morgen mal wieder verboten werden soll.«

R. hatte inzwischen alle möglichen Interneteinträge ausgedruckt, aus denen nicht nur hervorging, dass die Drogenbeauftragte sogar von ihren Parteifreunden heimlich »Bäh-Zicke« genannt wird und jede Menge Phantasien jugendlicher Bätzing-Skeptiker, die mit der Sabine mal kräftig 'ne Runde Pilze naschen wollten, damit »die mal lockerer draufkommt« etc. Am nächsten Morgen stand der neueste irre Plan von Sabine Bätzing in der Zeitung. Zwei Zwangsstunden Schulunterricht »Wohlfühlen« ab der 5. Klasse gegen Komasaufen, wer weiß was da noch kommt...

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Stefan Widerle   |02.09.2009 00:17:29
Die Bätzing hieß bei uns auf der Schule "Petz-Ding", weil sie immer zum Lehrer rannte wenn sie mal jemanden auf dem Pausenhof heimlich eine rauchen sah. Ihre Eltern sind halt so superfromme Christen, da war nicht emol Apfelsaft erlaubt:"Des hett au e bissele Alkohol! Des isch au des Teufels!" Also - frühkindliche Deformationen, man muss ihr des nachsehen.
Bundesdrogenbeauftragte   |03.09.2009 15:15:02
Des isch gelogen. Mir henn scho Apfelsaft trinke dürfe, aber klar, erscht wo ich 21 geworre bin. Ich bin meine Eltern dankbar des die mich vor dem Satan geschützt henn. S.B.
Matthias   |19.09.2009 18:11:29
"mich vor dem Satan geschützt henn" - Jetzt ist klar, worum es geht. Die Frau ist nicht fähig selbst Entscheidungen zu treffen und zu handeln. Da müssen Gesetze her, damit sie nicht in Versuchung kommt. Sie spielt auch gerne Gott, und nimmt dem Bürger die Fähigkeit, selbst zwischen "Gut und Böse" zu entscheiden. Damit will Sie wohl Gut machen, was Adam und Eva versaut haben - die Macht zu haben, selbst zu entscheiden, und nicht von Gott abhängig zu sein.

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