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Geschrieben von Berlin Mitte Boy
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Wer kennt nicht die Situation? Besuch von außerhalb, in diesem Fall aus Westdeutschland, kommt übers Wochenende in die Stadt und will aller Wahrscheinlichkeit nach unterhalten werden.
Besonders Beflissene, insbesondere Leute, die erst gerade selber
zugezogen sind, wenden einiges auf und starten die »große«
Berlin-ist-so-toll Tour durch alle Clubs und Locations inklusive jeden
Türsteher und Barmann mit Vornamen begrüßen, um zu zeigen, wie toll sie
selber sind. Einkommensschwächeren sind reiche westdeutsche Gäste gerne
willkommen, um selber Dinge zu erleben, die man sich sonst nicht
leisten kann à la »Ihr müsst unbedingt das Grill Royal mal
kennenlernen, aber ihr zahlt...«
Es hängt ja auch von der Art der Gäste
ab, die kommen, was im schlechtesten Fall darin mündet, dass man mit
wenig vorzeigbarer Kundschaft in Locations landet, in den man sonst
selbst nie ist, die sich aber als genauso out erweisen, wie man schon
immer vermutete. Grotesk in diesem Fall, wenn’s den Berlin Besuchern
besonders gut gefällt und sie denken, sie wären jetzt mit dem »Inner
Circle« der Hauptstadt vertraut. Und manchmal wird’s mit Gästen
anstrengend, denn für sie soll das Wochenende das
Party-Durchdreh-Highlight des Jahres werden, während man selbst
eigentlich seine Ruhe haben will und eh lieber unter der Woche ausgeht.
Und wenn’s dann so ist wie diesmal, als ein Schulfreund nebst Freundin,
den man schon seit einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen hatte, im
Anmarsch war und der sich vom Flughafen Tegel meldete mit »Hey, wir
haben sogar ein Hotel Upgrade bekommen, wir wohnen nicht mehr in der
Schönhauser Allee, sondern im Estrel Hotel direkt bei der berühmten
Sonnenallee«, dann denke ich mir »ach, vielleicht ist es auch viel
interessanter, wenn die Besucher Berlin mal auf eigene Faust
entdecken«.
Und Glück gehabt, als der Schulfreund sich zwei Stunden
später mit der brandheißen Erkenntnis meldete »ey, Berlin ist ja echt
riesig. Wir sind jetzt zu müde, was zu machen und sehen uns morgen,
oder?« Samstagmittag meldete er sich wieder mit matter Stimme und sagte
das Treffen ab: »Wir sind dann doch noch ausgegangen und Berlin ist ja
echt preiswert: Der Wodka kostet nur 1,50 und der Döner auch. Und dann
muss ich schon sagen: Berlin ist ganz schön freizügig...« Ich erwartete
irgendeine Geschichte von wegen auf der After Hour im Kitkat gelandet
und pingpangpong, jedoch »wir waren in so ’ner komischen Kiezkneipe, wo
die ganze Zeit eine besoffene 50-Jährige rumschrie, es ist ihr
scheißegal, ob ihren Liebhabern der Sex mit ihr gefiele. »Hauptsach,
icke komme – hätte sie die ganze Zeit geschrien.« Danach war dem
Pärchen jedenfalls zwei Tage schlecht, ob vom Wodka oder dem Döner
blieb ungeklärt. Aber Berlin habe ihnen trotzdem unheimlich gut
gefallen. Was soll man dazu sagen. Vielleicht: Geht doch, oder?
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Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44