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Geschrieben von Martin Hildebrandt
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Wo der Winter noch weiß ist Die eiskalte Polarluft lässt den Atem gefrieren. Minus 15 Grad Celsius zeigt das Thermometer an. Der Schnee knirscht bei jedem Schritt, als wenn man über fein zerriebene Glasscherben laufen würde. Es glitzert millionenfach – fast ein Meter Neuschnee ist im Laufe des Tages gefallen.
Wir sind im Riesengebirge, einer fast alpinen Landschaft, deren höchste
Erhebung die Schneekoppe (1.600m) ist. Bis nach Berlin sind es weniger
als 300 km, gefühlte 2.000. Vor dem Zweiten Weltkrieg gehörte das
Gebirge zu Deutschland. Heute verläuft die Grenze zwischen Polen und
Tschechien durch das Gebiet. Für die Ursprünglichkeit und Schönheit
dieser Region war dieser Umstand eher von Vorteil. Wo kaum Menschen
leben, geht es der Umwelt besser. Eine Fahrt nicht nur in ein anderes
Land, sondern auch in eine andere Zeit.
Die Frage ist nur, wie lange noch: Denn als Wochenendausflugsziel wird
die Gegend immer beliebter. Nur vier Stunden vom nasskalten Grau
Berlins ins tief verschneite Riesengebirge. Das lohnt sich selbst für
Leute, die Wintersport nicht mögen. Wobei: Der Wintersport hat hier
Tradition.
Das größte und bekannteste Skigebiet befindet sich in Spindleruv Mlyn
(Spindlersmühle). Da man aber von Berlin aus über eine Stunde durch die
Berge muss, empfehlen wir zwei andere Orte, die ebenfalls gute
Wintersportbedingungen bieten und zugleich schön anzusehen sind:
Szklarska Poreba (Polen) und Harrachov (Tschechien). Szklarska Poreba
(deutsch Schreiberhau) war vor dem zweiten Weltkrieg ein Urlaubsort für
Künstler und Intellektuelle. Werner Sombart oder Gerhart Hauptmann
hatten hier ihr Häuschen. Nur wenige Plattenbauten stören das
pittoreske Gesamtbild der Stadt, die sich bis auf 800 m den Berg hinauf
windet. Die Lifte reichen bis auf 1.300 m, wo man eine anspruchsvolle
schwarze Abfahrt und mehrere rote Pisten zur Auswahl hat. Selbst
Freeriding ist bei ausreichend Schnee möglich, und den gibt hier fast
immer. Lediglich die Anstehzeiten am Sessellift nerven ein wenig. Die
Fahrt auf den Berg dauert zu lange, wenn man als guter Fahrer in zehn
Minuten wieder unten ist.
Harrachov hat dagegen ein moderneres Liftsystem, liegt mit 600 bis 1000
m allerdings nicht ganz so hoch wie Szklarska. Gegen einen warmen
Winter wie 2006/2007 können da selbst die Schneekanonen nichts mehr
ausrichten. Sind die Jahre aber kalt genug, vergraben sich die
urgemütlichen böhmischen Holzhäuser im tiefen Schnee, als ob sie sich
vor dem Winter verstecken wollen. Nur wenige Herbergen erinnern an
früher, als der Gast kein Kunde, sondern Kapitalist war, den es
auszunehmen galt. Zugegeben, es erfordert manchmal ein glückliches
Händchen oder eine gute Internetrecherche, um die besten Unterkünfte zu
finden. Vor Häusern mit osteuropäischer Servicetradition wird auf der
Seite www.snowpage.de gewarnt. Sie bietet auch sonst einen recht guten
Überblick über alle Skigebiete des Riesengebirges. Schneehöhen und
-statistiken zum Beispiel. Vor zwei Jahren lagen fast drei Meter Schnee
im Riesengebirge. Da hier viele Tiefausläufer aus dem Norden hängen
bleiben, liegt von der weißen Pracht oft mehr als in den Alpen. Derzeit
schon über 50 cm. Bis Weihnachten können noch gut 100 cm dazu kommen.
Es sieht nach einer guten Saison aus.
Szklarska Poreba, 800-1.362 m
15 km Piste, Unterkünfte ab zehn Euro die Nacht.
Harrachov, 650-1.020 m
10 km Piste, 66 km Loipe, ebenfalls günstige Hotels
Weitere Infos, insbesondere zu Unterkünften, unter www.snowpage.de
Achtung! Das ungewöhnlich milde Wetter hat dem Winterzauber bis auf weiteres ein Ende gesetzt. Derzeit gibt es nur in den Hochlagen der Alpen gute Wintersportbedingungen.
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Happy Birthday, Mientus!
Vielen Dank für die Wünsche! m
Charity für Prominente
Wrestling?
Deine dumpfe Ausdrucksweise lässt darauf schliessen, daß Du offensichtlich zu...
Wrestling?
Dein Artikel ist scheisse