| Schluss machen regional |
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| Geschrieben von Jürgen Laarmann | ||||||||
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Das spektakulärste Ende einer Beziehung habe ich wohl mal vor Jahren mitten in Venedig erlebt.
Die kleine Italienerin, die zeitweise in Berlin lebte, hatte mich in
ihr Heimatdorf in der Nähe von Venedig eingeladen, in dem im Sommer
herzlich wenig los war, so dass für mich die Idee nahelag, nach ein
paar Tagen vorzuschlagen, doch mal einen Tag in Venedig direkt zu
verbringen. »Venedig ist im Sommer richtig scheiße«, nörgelte sie, aber das nahm ich nicht so ernst und bestand auf mein Vorhaben und mangels Alternativen begleitete sie mich widerwillig an einem superheißen Julitag in die Lagunenstadt. Es war pickepacke voll mit Touristen, das unklimatisierte Hotel war sündteuer, der obligatorische Kaffee auf dem Markusplatz kostete tatsächlich volle 12 Euro und meine Begleitung freute sich anscheinend, dass auch ich alles andere als begeistert vom Ausflug »Venedig im Sommer« war, mit Sprüchen wie »da haste nun, was du wolltest«. Abends war man dann in irgendeinem überfüllten Lokal mit 120 Euro für zwei Spaghetti Vongole und eine Flasche Fusel dabei; im Wassertaxi zurück (70 Euro für 7 Minuten-Fahrt) stimmte ich meiner Begleiterin dann endgültig zu, dass Venedig keine gute Idee war. Diese war inzwischen leicht angetrunken und fing an, nationalstolz zu werden und sich fürchterlich aufzuregen: »Du hast doch gekriegt, was du wolltest«, stand wild gestikulierend auf und fiel – platsch – vom Wassertaxi in den Kanal, behauptete dann - frisch gerettet - ich hätte sie ins Wasser geschubst. Das Ende vom Lied war jedenfalls, dass ich noch in der Nacht noch mal das Wassertaxi bemühte – ab zum Flughafen, der, wie ich versichern kann, genauso scheiße ist wie jeder andere nachts um drei inklusive absurde Rückflüge mit bizarren Zwischenstops buchen, um die Disaster Area schnellstmöglich zu verlassen. »Wow«, meinte mein Mitbewohner S. dazu und sagte: »Das war immerhin very venice-like« und stellte die These auf, dass es zu jeder Stadt einen regional typischen Schlussmach-Modus gebe. »In Frankfurt checkt die Lady genau in dem Moment aus, in dem die von ihr bestellte Steuerfahndung vor der Tür steht. In Köln passiert‘s am Aschermittwoch, wenn beim Karneval was schief gebumst wurde. In München nach der Weihnachtsfeier des FC Bayern, wenn mal wieder irgendeine Spielfrau oder Schmuckdesignerin leider schwanger ist und so weiter.« Ich fragte ihn, ob er in seiner Klischeeparade auch ein typisches Berliner Schlussmachen vorgesehen hatte. Er zögerte kurz und meinte: »Wie wärs mit einfach abhauen und sich locker und leger mehr melden?«
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Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
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Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
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