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Bekenntnisse eines Escort-Boys |
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Geschrieben von Shelley Masters
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»Auch schon mal auf den Bauch gespuckt«Der Berliner Cem Yildiz hat ein spannendes Buch über seine zehnjährige
Karriere als Escort-Boy geschrieben. Shelley Masters traf ihn zum
Plausch über einen vermeintlichen Traumjob
Cem, viele Männer sagen, dass sie gerne als Prostituierte arbeiten würden, wenn sie eine Frau wären. Welche Grundvoraussetzungen sollten Jungs mitbringen, die gerne in den Job einsteigen würden?Sie sollten sich klarmachen, was sie da machen. Der Traum zerplatzt in der Escort-Realität ziemlich schnell. Der Job ist harte Arbeit, je älter du wirst, desto schwerer wird es, ohne Viagra und Co. liefern zu können. Bei mir war die Grundgeilheit nicht Sex, sondern Geld. Geldgeilheit. Ach, und psychologisch sollte man etwas bewandert sein. Hilft dir und deinen Klienten.
Was würdest du jungen Männern, die als Escorts arbeiten würden, mit auf den Weg geben?Zu allererst: Safer Sex, Safer Sex, Safer Sex machen. Ich biete ja dominant an, das heißt, dass ich beruflich nicht lutsche, und Analsex gibt’s nur mit Gummi, klar.
Sie sollten immer bei sich bleiben, also auch für einen Ausgleich sorgen. Genug Schlaf, Sport, Pflege, gutes Essen.
Konntest du bei all deinen Kunden kommen?Darum geht’s ja nicht. Der Klient soll kommen, seine Wünsche erleben können. Aber so wie meine weiblichen Kolleginnen ja auch gern mal ‘was vortäuschen, hab ich ‘nem Typen auch schon mal das Gesicht weggedreht und dann auf den Bauch gespuckt.
Du schreibst in deinem Buch »Fucking Germany«, dass du keinen richtigen Bock mehr auf den Job hast. Was kommt als nächstes?Ich habe keinen Bock mehr, weil ich schon alles und noch viel mehr als du dir vorstellen kannst, erlebt habe. Zum Glück bin ich mit 31 ja noch jung genug, mir was Schönes auszusuchen. Abi machen und Psychologie studieren würde mich reizen. Aber vielleicht werde ich auch Journalist!
Über Berlin
Wo gehst du am liebsten aus? Kitkat, Tresor, Berghain - früher bin ich auch gern ins SO 36, da hab ich ja auch immer gern bei den »Hungrige Herzen«-Partys aufgelegt. Und im Tresor. Mein DJ-tum hab ich leider wegen der Arbeit nicht weiter ausgebaut. Hätte ich aber Bock zu.
Dein Lieblings-Restaurant in der Stadt? Na ich habe viele Bekannte, die in der Gastronomie arbeiten und bin dementsprechend oft bei denen. Aber doch, mein Lieblingsrestaurant ist das »La Sepia« in der Marburger Str. 2, nähe Ku’damm.
Du kommst ursprünglich aus Buckow. Wie kommt man raus aus dieser letzten Ecke Berlins?Na mit’m Bus, dem 144er.
Über das Buch
Cem, der sich eher als Ästhet mit Liebe zu allem Schönen denn als schwul-bi- oder sonst was sexuell bezeichnet, hat in den vergangenen zehn Jahren sein Geld als Escort-Boy verdient und gnadenlos alles aufgeschrieben. Er schreibt erfrischend offen und humorvoll, aber auch mit tiefgründigen Überlegungen über verklemmte Familienpapas, krasse Lederschwule und über so ziemlich alles, was man sich unter dem Begriff Sexualität vorstellen kann.
»Fucking Germany« ist im Westen Verlag erschienen und kostet 16,95 Euro
Am 02.10. um 20 Uhr gibt es eine Lesung im Buchladen Bruno’s am Nollendorfplatz
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Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
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Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44