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Geschrieben von Dirk Lüneberg   

030_04_verblendung.jpgStart: 01.10.

Wirft man einen Blick auf die Bestsellerliste oder auf die Bücherstapel in Buchhandlungen, kommt man an Stieg Larsson nicht vorbei. Die drei Krimithriller des schwedischen Autors, die zusammen die Millenniums-Trilogie bilden, verkaufen sich weltweit blendend. Bis zur Verfilmung war es da nur eine Frage der Zeit.
Der erste Teil kommt nun mit einer Laufzeit von gut zweieinhalb Stunden in unsere Kinos. Und man merkt dem Mammutwerk trotz seiner Länge ein wenig die Mühe an, die es hat, der komplexen Handlung und all den Figuren des Buches im Film gerecht zu werden und genug Raum zu geben, ohne den Zuschauer zu überfordern. Der macht hier Bekanntschaft mit dem Investigativ-Journalisten Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist), der die Hauptfigur aller drei Romane darstellt. Immer an seiner Seite zu finden ist die junge Computerspezialistin und Hackerin Lisbeth Salander (Noomi Rapace). Zusammen geben sie ein ungewöhnliches, aber in ihrer gemeinsamen Arbeit hocheffektives Gespann ab. Hier nun bekommt Blomkvist von dem Großindustriellen Henrik Vanger (Sven-Bertil Taube) den Auftrag, herauszubekommen, was mit dessen Lieblingsnichte Harriet passiert ist, die vor 40 Jahre plötzlich spurlos verschwand. Der 82-jährige Vanger will nun endlich Gewissheit, zumal er jedes Jahr zu seinem Geburtstag ein anonymes Geschenk geschickt bekommt, das wahrscheinlich von seiner Nichte stammt. Blomkvist und Salander machen sich an die Arbeit und stoßen auf alten Fotos und in Harriets Tagebuch auf eine erste heiße Spur.

Der Däne Niels Arden Oplev hat aus dem Stoff einen düsteren Thriller über verbitterte alte und jüngere schwedische Nazis, finstere Familienintrigen und geheimnisvolle Mordfälle gemacht, in dem jedoch nicht alles immer restlos schlüssig und manches auch etwas weit hergeholt scheint. Trotzdem macht diese durchaus spannende Verfilmung des ersten Teils der Romantrilogie Lust auf mehr Larsson im Kino. Diese wird spätestens in einem knappen Jahr befriedigt werden, wenn die Verfilmungen der beiden anderen Bücher in unsere Kinos kommen.

Män som hatar kvinnor, Schweden 2009, 152 Min., R: Niels Arden Oplev, D: Michael Nyqvist, Noomi Rapace, Sven-Bertil Taube, Peter Andersson, Peter Haber

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