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Geschrieben von Michael Schneider
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Die Zukunft wird’s bringen
Peter Fox hat es vorgemacht, nun legt ein weiteres Seeed Gründungsmitglied nach: Mo Delgado – bei Seeed zuständig für das Saxophon – hat zusammen mit der Londoner Sängerin Mills und dem Seeed-Plattendreher Luke4000 eine Band gegründet.
FROGG heißt die Gruppe und nimmt gleich mal Platz in dem
Elektrohop-Zug, der seit einiger Zeit durch die Hipster Landschaft
fährt.Dass das Trio ähnlich erfolgreich wird wie der Stadtaffe mit dem
Silberblick, ist unwahrscheinlich. Dafür ist der Sound zu speziell und
fern der Mainstream- Wohlfühlgefilde. Egal, das anglodeutsche Trio will
woanders hin. Rein in die Clubs und rauf auf die internationalen
Bühnen. Das ist der Weg, den sich Delgados Truppe erobern will. Aber
langsam. FROGG soll sich beständig weiter entwickeln. In friedlicher
Koexistenz mit dem übergroßen Seeed Ballon. Eine kleine Clubtour und
ihr Support Gig für die Hip Hop Altmeister De La Soul ließen
aufhorchen. Grund genug, dem Trio mal auf den Zahn zu fühlen. Eine
Standortbestimmung.
Wann und wie ist FROGG entstanden?
Mo Delgado: Das
war 2006. Wir haben relativ spontan zusammen mit Seeed und den Chicks
on Speed auf einem Festival für moderne deutsche Musik in London
gespielt. Zuvor hatten Mills und ich uns aber bereits musikalisch
gefunden. Als sie vor einigen Jahren aus London nach Berlin kam, haben
wir sofort angefangen, gemeinsam an Ideen zu basteln. So ist nach und
nach FROGG daraus entstanden. Es war ein Reifeprozess, aus dem heraus
sich bis heute unser aktueller Sound entwickelt hat.
Die Sängerin aus London. Texte in Englisch. Und in eurer Bandinfo heißt
es, ihr spiegelt den harten Groove der Stadt wieder. Wie viel Berlin
steckt in FROGG?
Viel, denn ich bin hier geboren und war auch nie weg.
Unser Sound ist auch nicht geplant und auf Berlin gemacht, sondern
deswegen auch ganz natürlich. Bei Mills ist das genau so. Sie kam vor
neun Jahren in die Stadt. Eine intensive Zeit, in der sie viel erlebt
und die Stadt sich mit uns verändert hat. Diese Geschichten verarbeitet
sie in ihren Texten. Ob auf Englisch oder Deutsch, ist völlig egal.
Kann das »Projekt« FROGG neben der »Band« Seeed, die sich demnächst
wieder formieren wird, überhaupt existieren?
FROGG ist kein Projekt,
sondern eine Band. Und ja, FROGG und Seeed können parallel existieren.
In den nächsten Jahren wird es viel von beiden Bands geben. Mit Seeed
machen wir erstmal eine neue Platte und dann geht es 2011 auf Tour.
Aber für FROGG wird es immer Platz und Zeit geben. Nicht nur in meinem
Herzen. Das ist alles nur eine Frage der richtigen Koordination.
Bis es
mit Seeed soweit ist: Wie steht es mit euren Tour-Plänen?
Wir arbeiten
dran. Als Trio haben wir es live ja sehr einfach. Wir sind flexibel und
brauchen auf der Bühne nicht viel Equipment. Im Moment treten wir aber
eher spontan auf. Wir sind erst am Anfang und letztendlich wollen wir
international agieren. Ich bin mir also sicher: Es wird es noch ein
Haufen FROGG Touren geben. Keine Panik.
Das Album »Blink Blink« ist bei BMG Rights/ Groove Attack erschienen.
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