| Bereuen |
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| Geschrieben von Berlin Mitte Boy | ||||||||
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Graues, nasses Herbstwetter erzeugt manchmal vorschnell echtes Buß- und Bettags-Feeling.
Und natürlich sagt es schon eine ganze Menge über jemanden aus, was er
gerade bereut (Vielleicht wär das sogar ‘ne Super Web.3.0 Idee:
wer-bereut-was.de?). Mitbewohner R. heulte eine Runde rum, dass er sich
eine Kiste Bionade gekauft hat, obwohl die jetzt zum »Großkonzern Dr.
Oetker« gehört. Geschmäcklerische Jammerei auf hohem Niveau. Zuerst habe ich ihn getröstet, dass das Produkt nach wie vor sehr gut schmeckt, und als ihn das nicht ganz befriedigt hat, hab ich ihm fünf Flaschen geklaut, natürlich »nur um mitzuhelfen, dass er das nicht auch noch unterstützen muss«. Natürlich war er trotzdem genervt, da verwies ich ihn auf den lustigen Hartz IV Slacker von gegenüber, den es doch weit schlimmer getroffen hatte. Vor der Wahl hatte er groß angekündigt, dass nun alles anders werde und dass er diesmal FDP wähle, wegen dem Bürgergeld und »Leistung muss sich wieder lohnen« (hahaha). Nun hat er inzwischen mitgekriegt, dass, wenn die FDP ihre Bürgergeldfantasie wahrmachen darf, er zwar knapp 700 Euro bekäme, dafür aber Miete und Strom selber zahlen muss und hofft nun, dass er den Hartz behalten darf und spricht von »ganz miesem Wahlbetrug« und wie sehr er sein Votum bereue. R. konstatierte, dass der Hartz IV Slacker damit nur ein Teil einer neuen Trendzielgruppe wäre und dass wir uns demnächst vor enttäuschten FDP-Wählern kaum mehr retten könnten. Das Telefon klingelt und dran ist unser hochintelligenter türkischer Studentenkollege A., der sich seit dem Sarrazin-Kochtupfmädchen-Migranten-Diss immer mit »Hey Boys, hier ist das bildungsferne Milieu, was geht bei Euch?« meldet. Klingt halb humor-, halb vorwurfsvoll. A. fragt nach, ob wir eigentlich glauben, ob es unserem Ex-Innensenator und jetzt Bundesbank-Vorstand eigentlich leid tut, was er da so alles von sich gegeben hat. »Wenn er jetzt rausgeschmissen oder degradiert wird, dann tut‘s ihm auf alle Fälle leid, aber nicht wegen dem, was er gesagt hat, sondern um die Kohle«, schätzte R., »er wird wahrscheinlich sauer auf sich selber sein, was ja genau dasselbe wie bereuen ist«. Mitbewohner S. konstatierte: »Ein Deal hat auf alle Fälle nicht geklappt. Den Sarrazin nach Frankfurt schicken fürs doppelte Geld, nur damit er das Maul hält...« Gemeinsam gingen wir auf alle Fälle mal schnell zum türkischen Supermarkt, um die Vitaminvorräte schwer aufzustocken und – zwei Fliegen mit einer Klappe schlagend – dem Sarrazin zu zeigen, dass der Obsthandel ein gar nicht so zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor unserer Stadt ist...
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Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
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Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
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Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44