Weltuntergang – Start am 12.11.
Schon die Maya haben’s gewusst: 2012 ist Schluss mit der Welt, wie wir sie kennen. Am 21.12. 2012 nämlich endet der Kalender des indigenen Volkes, danach: gähnende Leere. Erwartungsgemäß konnte sich ein Regisseur sofort für diese Idee begeistern.
Roland Emmerich, Apokalyptiker des Kinos, Zertrümmerer der Städte,
Godfather des Pathos’. Der Stuttgarter stellt in seinem Werk die
Wahlheimat USA gern vor Herausforderungen: In „Independent Day“ musste
man sich garstiger Aliens erwähren, in „Godzilla“ wütete eine
Riesenechse, in „The Day After Tomorrow“ die globale Erderwärmung. Den
Amis hat er schon oft übel mitgespielt, um sie am Ende stets glanzvoll
aus Ruinen auferstehen zu lassen.
Und weil er das ständig gemacht hat – Amerika in Schutt und Asche legen
–, weiß er auch, wie man es anstellt und was dazu gehört: ein
ordentliches Budget für die krachende Optik, ein paar politische und
philosophische Querverweise und ein Paar (John Cusack, Amanda Peet),
das zwischen all den fliegenden U-Bahnen, brodelnden Vulkanen und
riesigen Tsunamis wieder zusammenfindet. Dieses Mal aber kommt es
richtig dicke: Emmerich malträtiert nicht nur die USA, sondern die
ganze Menschheit. Aufgrund einer globalen Erdkrustenverschiebung
verschwinden Städte im Nichts, Lava- und Flutwellen rollen über den
Globus, kein Stein steht mehr auf dem anderen.
Der Film zelebriert eine
ganz neue Dimension der Zerstörung. Nachdem schon in Alex Proyas’ »The
Knowing« mit Nicolas Cage die Welt unterging, schafft es Emmerich mit
»2012« noch ein letztes Mal, zwei Schaufeln draufzupacken: noch
imposantere Effekte, noch wütendere Naturgewalten. Diesen imposanten
Bildern kann man sich nur schwer entziehen. Was für eine Dresche – so
maßlos, dass sie eine absurde Komik entfaltet. Wer dann auch noch
unlogische Handlungsstränge und pathostriefende Dialoge (Glaube! Liebe!
Hoffnung!) als das betrachtet, was sie sind – purer Slapstick –, der
wird viel zu lachen haben. Das Genre »Apokalypse« aber ist dann auch
wirklich langsam mal durch.
USA 2009, 158 Min., R: Roland Emmerich, D: John Cusack, Chiwetel
Ejiofor, Amanda Peet, Oliver Platt, Woody Harrelson, Danny Glover
Programm
Trailer
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Happy Birthday, Mientus!
Vielen Dank für die Wünsche! m
Charity für Prominente
Wrestling?
Deine dumpfe Ausdrucksweise lässt darauf schliessen, daß Du offensichtlich zu...
Wrestling?
Dein Artikel ist scheisse