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Geschrieben von Ulf Lippitz
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Schwedenkrimifortsetzung—Start am 04.02.Naturgemäß fällt der zweite Teil eines Triptychons immer wie ein
Zwitter aus, er ist eine Übergangserzählung, eine Geschichte ohne
klaren Anfang, ohne stimmigen Schluss—und da macht auch »Verdammnis«
keine Ausnahme.
Der Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist recherchiert mit dem jungen Kollegen Dag Svensson an einer brisanten Story: Hochrangige Beamte sollen jahrelang russische Prostituierte missbraucht haben. Dann geschieht das Unfassbare: Dag und seine Frau werden kaltblütig ermordet, an der Tatwaffe finden sich ausgerechnet die Fingerabdrücke von Lisbeth Salander, Blomkvists Partnerin in »Verblendung«.
Daraus spinnt Regisseur Daniel Alfredson die klassische Einer-gegen-Alle-Fabel: Blomkvist gegen die Polizei, gegen einen unsichtbaren Gegner im Behördensystem und gegen die Zeit. Lisbeth Salander bleibt untergetaucht, so kann sie in den Tiefen des Internets frei recherchieren—um ihre Unschuld zu beweisen. Glücklicherweise entschlackt der Film viele Nebenstränge, die das Buch auf 750 Seiten aufgebläht haben. Aber bei aller routinierten Spannung merkt man der Umsetzung die Adaption für das Fernsehformat an.
Es gibt keine visuelle Außergewöhnlichkeit. Wenn wir von dem Film überhaupt etwas lernen, dann wie grau, unwirtlich und deprimierend Schweden im Herbst sein kann.
»Flickan som lekte med elden«, Schweden/Dänemark 2009, 129 Min., R: Daniel Alfredson, D: Michael Nyqvist, Noomi Rapace
PROGRAMM
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