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Geschrieben von Lydia Brakebusch
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Rugby-Kitsch —Start am 18.02.1994 gewinnt Nelson Mandela die Präsidentschaftswahlen in Südafrika.
Zum ersten Mal hat er die Macht, sein Lebensziel zu verwirklichen: die
Versöhnung zwischen schwarzer und weißer Bevölkerung. Das
südafrikanische Rugby-Team, die Springboks, ist nationales Symbol der
Weißen und den Schwarzen verhasst.
So nutzt Mandela die Weltmeisterschaft im eigenen Land dazu, die Südafrikaner zu vereinen, indem er das Team wieder auf die Gewinnerstraße führt. »Ich glaube, dass er sehr weise gehandelt hat, als er den Sport dazu benutzte, sein Land zu versöhnen«, sagt Regisseur Clint Eastwood. »Ihm war klar, dass er alle bei ihrer Ehre packen musste, er musste an den Nationalstolz appellieren—wahrscheinlich war der damals das Einzige, was alle Südafrikaner gemeinsam hatten.«
Wenn das Leben solche Geschichten schreibt, dann muss man sie einfach verfilmen. Und wenn man sie verfilmt, dann darf es auch ruhig pathetisch werden: Es geht hier um Nationalstolz. Um kampfbereite breitschultrige Männer. Und um einen Helden der südafrikanischen Historie. Glücklicherweise wurde diese für Kitsch prädestinierte Geschichte nicht von Roland Emmerich verfilmt, sondern von Eastwood, der beweist, dass Pathos auch funktionieren kann—ohne Schmalz und unfreiwillige Komik. Zwar gerät auch er teilweise an den Rand der Effekthascherei, doch der großartige Morgan Freeman als Mandela rettet auch diese Szenen, und Matt Damon überzeugt routiniert als Mannschaftskapitän. Mit Eastwoods Meisterwerk »Million Dollar Baby« sollte sich »Invictus« allerdings nicht messen.
USA 2009, 134 Min., R: Clint Eastwood, D: Morgan Freeman, Matt Damon
PROGRAMM
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Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44