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Geschrieben von Elisabeth Nagy
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Start: 27.12.Nach „History of Violence“ hat sich Regisseur David Cronenberg erneut Hauptdarsteller Viggo Mortensen geschnappt, ist jedoch von den amerikanischen Südstaaten nach London übergesiedelt.
Mortensen spielt hier einen Killer der russischen Mafia, der die
Krankenschwester Anna (Naomi Watts) davon abzuhalten versucht, bei
ihren Recherchen nach dem Tod einer jungen Mutter ein Geheimnis ans
Tageslicht zu bringen, das den Patriarchen Seymon (Armin Müller-Stahl)
für viele Jahre hinter Gitter bringen könnte. Elisabeth Nagy hat den
Kultregisseur, der mit diesem Mafia-Thriller erneut einen großartigen
Film abgeliefert hat, zum Gespräch in Berlin getroffen.
Wenn man „Tödliche Versprechen“ sieht, hätte man kein Problem damit,
der Geschichte noch weitere 20 oder 30 Minuten zu folgen. Sind Sie
sicher, dass es nicht noch mehr zu erzählen gab?
Keiner meiner Filme war länger als zwei Stunden. Und wenn man das
Publikum mit dem Gefühl des Noch-mehr-Wollens zurücklässt, finde ich
das eigentlich sehr gut. Ich erzähle meine Geschichten gerne so kurz
und knapp wie möglich. Ich möchte damit andeuten, dass es für die
Protagonisten noch ein Leben jenseits des Films gibt, dass der Film nur
ein Ausschnitt aus ihrem Leben zeigt. Ich halte das für eine weit
spannendere Erzählweise als die traditionelle, wo es einen Anfang, eine
Mitte und ein Ende gibt und damit alles gesagt ist.
Warum haben Sie nach „History of Violence“ erneut Viggo Mortensen für die Hauptrolle besetzt?
Wir hatten schon bei „History of Violence“ eine sehr enge Beziehung,
die weit über das übliche Regisseur-Darsteller-Verhältnis hinausgeht.
Viggo hat kein großes Ego und recherchiert viel. Als er in Russland
war, um sich für den Film vorzubereiten, hat er sehr viele interessante
Informationen gesammelt und sie mit der gesamten Crew geteilt. Er hat
zudem ein außerordentlich großes Kunstverständnis, hat
schriftstellerische Ambitionen, ist ein guter Fotograf, Maler und
Musiker. Und seine Art zu arbeiten kommt einem als Regisseur sehr
entgegen, denn Viggo verhält sich selbst eher wie ein Regisseur als wie
ein Schauspieler. Als ich dann das Drehbuch zu „Tödliche Versprechen“
gelesen habe, habe ich bei der Rolle des Nikolai sofort an Viggos
Wangenknochen gedacht, die etwas Slawisches besitzen. Vielleicht liegt
das an seinen dänischen Wurzeln. Außerdem hat er ein gutes, fast
musikalisches Gehör für fremde Sprachen. Da war ich mir ziemlich
sicher, dass er seinem Englisch genau den russischen Akzent verpassen
würde, den ich mir vorgestellt habe.
Wenn man sich Ihre Filme ansieht, spielt darin der menschliche Körper eine wichtige Rolle.
Das stimmt. Das kommt zum Teil daher, dass ich Atheist bin und nicht an
das Jenseits oder die Wiedergeburt glaube. Für mich definiert sich
unser Dasein ganz über unseren Körper. Und wenn wir sterben, war es
das. Für mich ist daher der menschliche Körper unsere eigentliche
Identität. Diese Identität können wir jedoch verändern, sie ist nicht
von Geburt an determiniert. Und zwar durch die Entscheidungen, die wir
treffen, Menschen, mit denen wir uns umgeben oder die wir zu imitieren
versuchen. Wenn wir uns also anstrengen, können wir uns im Laufe
unseres Lebens total verändern, können jemand völlig anderer werden.
Damit einher geht natürlich auch immer eine Veränderung unseres
Äußeren, wir tragen zum Beispiel die Haare anders und sehen dadurch
jünger oder älter aus. Das ist für mich keine Obsession, es ist eher
die Beobachtung von etwas, dessen sich die Menschen nicht wirklich
bewusst sind.
Start: 27.12.
Tödliche Versprechen (Eastern Promises), 100 Min., R: David Cronenberg,
D: Viggo Mortensen, Naomi Watts, Vincen Cassel, Armin Müller-Stahl,
Sinéad Cusack
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Happy Birthday, Mientus!
Vielen Dank für die Wünsche! m
Charity für Prominente
Wrestling?
Deine dumpfe Ausdrucksweise lässt darauf schliessen, daß Du offensichtlich zu...
Wrestling?
Dein Artikel ist scheisse