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Geschrieben von Jürgen Laarmann
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da seid Ihr also, frisch zum neuen Sommersemester! Gekommen aus tollen Städten wie Reutlingen, Bamberg und Buxtehude.
Ihr freut Euch aufs »Studieren« in der Hauptstadt mit ihrem »tollen kulturellen Angebot«. Wir freuen uns auch—mehr oder weniger.
Die Gastronomie freut sich auf das Geld Eurer Eltern (möge es reichlich sein!), die Diskos aufs Frischfleisch, Arbeitgeber freuen sich über billiges Nebenjob-Personal—Ihr ahnt noch gar nicht, für wie wenig Geld man hier zuweilen arbeiten darf.
Macht nichts, dann dauert’s halt ein bisschen länger mit dem Geld und es bleibt fürs Studieren eben nicht mehr so viel Zeit. Das ist frustrierend und um sich von diesem Teufelskreis abzulenken, kann man viel Alkohol trinken, so dass sich selbst der Netto-Markt am Vormittag und der Spätkauf in der Nacht über Euch freuen.
Oder Ihr werdet ganz schnell ganz schlau und lasst das Studieren Studieren sein. Denn seien wir ehrlich: Studieren kann man auch irgendwo—wo es kein so brillantes Nightlife und so viele Ablenkungen gibt, also da, wo Ihr herkommt.
Nun seid Ihr aber hier und müsst Euch auch darüber klar werden, dass Euch nicht jeder lieb hat. Manchem gilt der Student als Pack—gerade den Nichtakademikern. Selbst jeder Hartz-IV-Empfänger wird das Gefühl nicht los, dass er Euch und Euer Studentenleben irgendwie persönlich mitfinanziert und er das eigentlich gar nicht einsieht, da er eine Vielzahl von besseren Geldverwendungs- und -verschwendungsideen hätte. Und wenn Ihr dann noch langweilt mit Euren »Ich muss lernen«- oder »Bessere Studienbedingungen für alle«-Nerdereien, dann habt Ihr ganz schnell gar keine Freunde mehr.
Na, das Berliner Studentendasein hat Vor- und Nachteile. Unbestrittener Vorteil ist sicher, dass Ihr, egal aus welchem Nest Ihr kommt, und egal, was Ihr für ’n miesen Dialekt sprecht, ab sofort jedem Satz eine joviales »Icke« voran stellen könnt und damit in Eurer Heimat als Szene-Insider dick aufsprechen könnt.
Vielleicht, liebe Studentinnen, kommt Ihr auch wirklich groß raus, und schreibt einen Bestseller über Eure tolle Zeit als Teilzeit-Hure, die sich so ihr Studium finanziert.
Auf alle Fälle wünsche ich eine tolle Zeit mit gutem Ausgang. Viel Spaß, Ihr lieben Studenten, bevor Ihr als alleinerziehende Mütter, mit Psycho-, Drogen- oder Geldproblemen wieder abhaut und »Berlin« echt scheiße findet oder Ihr in ein paar Jahren als echte Berliner geltet!
¶ Euer [Berlin Mitte Boy]
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Piraterie löst alle Probleme
Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44